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Rostock : Stimmen der Welt vereinen sich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

HMT-Studentin Friederike Schram leitet den Interkulturellen Chor „Vielklang“. Proben immer freitags beim Frauenverein Beginen #wirkoennenrichtig

Do-re-mi-fa-so-la-ti-do – zu Beginn der Chorprobe lässt Friederike Schram ihre Schülerinnen ein paar Lockerungs- und Atemübungen machen. Dann geht es für die Frauen des Interkulturellen Chors „Vielklang“ an Titel aus aller Welt.

Jeden Freitagvormittag treffen sie sich, um zu proben – seit diesem Jahr im Heiligengeisthof beim Verein Beginen. „Mal kommen nur ein paar Frauen, mal ganz viele. Die Fluktuation ist hoch“, sagt Chorleiterin Schram. Gerade bei den Flüchtlingsfrauen ändern sich häufig die Lebensumstände, so die Studentin der Hochschule für Musik und Theater (HMT).

Das Angebot richtet sich an Frauen jeden Alters und jeder Herkunft. „Die Idee ist im Herbst 2015 entstanden, als gerade so viele Flüchtlinge nach Rostock gekommen sind“, sagt Initiatorin und Chormitglied Kathrin Valtin. „Aber der Chor ist kein Projekt nur für Flüchtlinge, sondern auch für Frauen, die schon länger hier sind und natürlich auch deutsche“, unterstreicht Valtin. Es sei ein Projekt zur Integration – für beide Seiten. Im Interkulturellen Chor stimmen die Frauen Kanons an, absolvieren stimmbildnerische Übungen und singen in vielen verschiedenen Sprachen. „Auf Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Hebräisch – zurzeit singen wir gerade ein afrikanisches Stück namens ,Doe Doe‘ aus Ghana“, sagt Chorleiterin Schram. Für sie sei es oft ein wenig schwierig, weil die Teilnehmer so häufig wechseln, aber dennoch versuche sie, immer alle auf einen Stand zu bringen.

„Es geht aber nicht nur um die Chorproben an sich“, sagt Kathrin Valtin. Vielmehr solle das Projekt dazu dienen, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu spinnen. „Die Idee dahinter ist, dass sich die Frauen hier kennenlernen und singen, aber auch, dass sie im Idealfall dann auch mal etwas in der Freizeit zusammen unternehmen, ins Konzert gehen, ins Theater oder zu Ausstellungen“, resümiert Kathrin Valtin.

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