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#wirkoennenrichtig hafen : Stena stärkt lokale Präsenz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schwedische Reederei richtet neuen Sitz mit etlichen Kielern im Hafen ein.

Die Stena Line hat sich in ihren neuen Büroräumen im Rostocker Hafen eingerichtet. Zum 1. November war der Umzug der Landbeschäftigten zum Hanse-Kai erfolgt, am Jahresende wurde die Betriebsstätte in Kiel geschlossen. Die schwedische Reederei bündelt ihre deutschen Aktivitäten nun in der Rostocker GmbH, in der die bisherige Niederlassung der Stena Scandinavia AB integriert wurde. Einige Nachzügler werden noch erwartet beziehungsweise deren Stellen ersatzweise ausgeschrieben. Etwa 270 Beschäftigte zählt gegenwärtig die Rostocker GmbH – davon rund 200 Mitarbeiter auf den Schiffen und mit dem „Check-in“ an den Terminals etwa 70 Landbeschäftigte. Über 30 haben im sanierten Bürokomplex in der Ost-West-Straße 25 im Rostocker Hafen nun ihren Arbeitsplatz.

„Wir nutzen hier eine komplette Etage mit kurzen Wegen zueinander, die auch noch Platz für mögliche Erweiterungen bietet“, freuen sich Geschäftsführer Ron Gerlach und Personalleiter Detlef Kobrow. Obwohl die genauen Zahlen noch nicht vorliegen, können sie bereits ein gutes Fazit der Arbeit des vergangenen Jahres ziehen. Die erreichten Ergebnisse, so Gerlach, liegen über dem vorgegebenen Budget.

In Sassnitz wurde durch den Ein-Schiff-Betrieb die Route effektiver. Die Touristenströme zwischen Südschweden und Rügen wachsen, der Bordershop habe sich als gute Einnahmequelle weiterentwickelt. Das inzwischen 28 Jahre alte Fährschiff „Sassnitz“ wurde für die Passagiere schon im vorigen Jahr komfortabler gestaltet, während der Werftzeit Ende Januar erfolgen im Dock der Remontowa-Werft in Danzig nun auch schiffbauliche Wartungsarbeiten.

Gegenwärtig ist hier bereits die „Mecklenburg-Vorpommern“ zur Klasse-Reparatur und Runderneuerung. Anfang Februar folgt dann auch die „Skåne“ zur Durchsicht und Verjüngungskur. In Rostock habe sich das so genannte Swap-Agreement mit der TT-Line bewährt, können damit fünf und in der Hauptsaison sogar sechs Abfahrten angeboten werden.

Die gemeinsam erzielte höhere Abfahrtsfrequenz, die den Wettbewerb zwischen den Reedereien aber nicht ausschließe, käme bei den Kunden gut an, wie der Stena-Geschäftsführer betont. Trotz der flexibleren Abfahrtsdichte bleibe auch der rückläufige Eisenbahnverkehr für Stena ein Aktivposten. In der Strategie von Green Cargo und Deutsche Bahn möchte der künftig nicht nur Notnagel sein, wie man bei den Bahnen geltend machte. Der Verkehr zwischen Kiel und Göteborg steht in diesem Jahr im Zeichen des 50-jährigen Bestehens. Eine Reihe von Jubiläumsofferten, beispielsweise 50-Prozent-Rabatte, sind vorgesehen. Der wieder wachsenden Baltikum-Verkehr zwischen Travemünde und Ventspils/ Liepaja beziehungsweise zwischen Ventspils und Nynäshamn wird von einem Manager in Riga gelenkt, in Travemünde ist das Office bei der Agentur Sartori & Berger integriert.

Auf der Fähre „Stena Germanica“ können inzwischen alle Motoren mit Methanol angetrieben werden, gibt es damit nach dem Testbetrieb und der Durchsicht bei der Dockung auch die ersten Reisen. Weitere Umrüstungen mit dem emissionsärmeren Treibstoff werden in der Flotte angesteuert.

Auf allen 35 Schiffen der Flotte spielt die Senkung des CO2-Ausstoßes eine große Rolle. So wird auf der zwischen Göteborg und Frederikshavn verkehrenden Fähre „Stena Danica“ Fernwärme während der Liegezeit im Hafen genutzt und wie auch auf der „Stena Jutlandica“ der Batteriebetrieb getestet. Für Neubauten soll wiederum das Projekt STENA ELECTRICA Furore machen, während ältere Tonnage wie auch die von Rostock verkehrenden Schiffe mit Marinediesel fahren. Stecker für Landstrom gibt es auch auf „MeckPom“ und „Skåne“, die den Anschluss auch bereits in Trelleborg nutzen können. Investitionsaufwand und Nutzen werden auch in Rostock gemeinsam mit dem Hafen erörtert. Nachhaltigkeit hat bei Stena selbst an Land hohen Stellenwert, wo beispielsweise die weitere Nutzung von Elektroautos erwogen wird.

In der Struktur der Stena-Reederei, die sich gegenwärtig insgesamt im Umbruch befindet, wird die Flotte zentral von Göteborg gemanagt und damit auch die Schiffe der heimischen Routen.

Das habe aber keinen Einfluss auf die Bemannung und die deutsche Flagge, erklären die Stena-Manager. In der Region soll dagegen die lokale Präsenz vom Verkauf bis zum Marketing deutlich gestärkt werden.

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