zur Navigation springen

Rostock : Stadt macht Platz für Gärten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

23 Parzellen entstehen bis März an der Nobelstraße – es ist die erste neue Kleingartenanlage seit der Wende. #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 09.Nov.2017 | 05:00 Uhr

In der Nobelstraße in der Südstadt soll bis März eine neue Kleingartenanlage mit 23 Parzellen errichtet werden. Es wird die erste neue Anlage in Rostock seit der Wende. „Es ist ein absolutes Pilotprojekt“, sagt Christian Seifert, der Vorsitzende des Verbandes der Gartenfreunde, und ein Entgegenkommen der Stadt auf die Forderung des Verbandes.

Um Platz für Neubauprojekte in der wachsenden Hansestadt zu machen, musste der in den letzten Jahren Hunderte Parzellen aufgeben – wie nur einige hundert Meter weiter im Groten Pohl. Mit dem geplanten Kleingartenentwicklungskonzept, an dessen Basis – der Analyse des Bestands der 15000 Rostocker Kleingärten – noch gearbeitet wird, soll Sicherheit für die Kleingärtner entstehen.

Ein Ziel: „Wer einen Kleingarten in Rostock haben möchte, für den steht auch einer bereit“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Auch für den neuen Groten Pohl ist eine kleine Anlage mit 5 bis 20 Parzellen im Gespräch. Generell sollte das dort, wo neu gebaut wird, eine Maßgabe sein, so Seifert. Die Fläche an der Nobelstraße ist im Flächennutzungsplan als Kleingartenfläche reserviert worden.

„Sobald wir das als Bauland ausweisen würden, würde uns das aus der Hand gerissen“, sagte der OB. Aber die Stadt hätte ein Interesse, den Kleingärtnern entgegenzukommen und wolle mit dem Verband ein gemeinsames Zeichen setzen. Dafür investiert Rostock 150 000 Euro. Bis März wird die Stadt die Fläche umzäunen, konform mit dem Bundeskleingartengesetz Wasser und Strom bis zur Grundstücksgrenze legen, und eine Drainage, Parzellen, die zwischen 150 und 250 Quadratmeter groß sein werden, abstecken. Die 23. soll eine Gemeinschaftsfläche mit kleinem Vereinsheim werden. „Wir haben das erste Mal einen Gemeinschaftsgarten“, betont Grünamtsleiterin Ute Fischer-Gäde. Durch die Größe der Anlage könnte auch mehr Zusammenhalt entstehen, Schaugärten zur Naturbildung beitragen. Acht neue Parkplätze werden ergänzend auf dem Platz der angrenzenden Anlage Am Südrand errichtet. Die Nachfrage nach Gärten sei hoch in Rostock, sagt Seifert. „Wir haben gerade einen Hype.“ So gibt es auch schon Interessenten für die neuen Parzellen. Vorrang sollen aber diejenigen haben, die für Neubauprojekte Gärten aufgeben mussten.

Zukunft der Gäreten:

  • Februar: Vorstellung der Analyse des Bestands der Kleingärten als Grundlage für deren Entwicklungskonzept
  • Große Parzellen in bestehenden Anlagen (z. B. 1000 Quadratmeter) sollen perspektivisch geteilt werden.
  • Weitere Fläche ist in Kassebohm für Kleingärten reserviert.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen