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Kirchensanierung : St. Marien bekommt neues Fenster

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Deutsche Denkmalstiftung spendet 60 000 Euro #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Ob an der Fassade, den Säulen im Inneren oder unter dem Gewölbe, seit gut 25 Jahren sehen Besucher der Marienkirche immer irgendwo ein Baugerüst stehen. Dank einer Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Höhe von 60 000 Euro geht es jetzt wieder ein Stück voran: Bis Ende des Jahres soll ein Fenster im südöstlichen Seitenschiff, das die Himmelfahrtsszene zeigt, fertig restauriert sein. DSD-Ortskurator Ralf Schinke hat Innenstadtpastorin Elisabeth Lange, die seit drei Monaten in der Gemeinde tätig ist, gestern die frohe Botschaft überbracht.

„Seit ich da bin, ist jeden Tag irgendetwas mit dieser Kirche, das uns beschäftigt. Heute ist es etwas besonders Schönes, denn es geht um viel Geld“, sagt Pastorin Lange bei der Übergabe in dem sakralen Bauwerk, das seit 1995 ständig saniert wird. Insgesamt habe die DSD seitdem 2,5 Millionen Euro Spenden- und Fördergelder in die Rostocker Marienkirche investiert, so Schinke. „Das klingt erst mal viel, aber für so ein gewaltiges Bauwerk ist das fast nichts“, sagt der Ortskurator lachend. Im kommenden Jahr wolle die Stiftung die Astronomische Uhr in den Fokus nehmen, deren Ziffernblatt zum Stadtgeburtstag ausgetauscht werden soll.

Das 60 000 Euro teure Fenster wurde bereits vor einigen Jahren demontiert und zur Restaurierung nach Dresden gebracht. „Dort wurden die Scheiben neu verbleit und das Glas gereinigt“, erklärt der zuständige Architekt Onno Folkerts. Das Fenster sei bereits fertig, bis die neue „Himmelfahrt“ aber wieder in die Kirche eingesetzt werden kann, müssen jedoch zunächst noch das Mauerwerk saniert und die Quereisen erneuert werden.

Als nächstes Sanierungsprojekt soll laut Restaurator Markus Mannewitz ein weiteres Fenster im Nordschiff folgen. Auch die zwei Jahre eingezäunten Säulen im Innenraum werden im August, spätestens im September, befreit. „Den Pfeilern fehlt nur noch ein Teil der Bemalung“, sagt Mannewitz. Dann werden sich die Gottesdienste wieder weniger nach Baustelle anfühlen.

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