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Rostock : Seekanal muss vertieft werden

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund informiert im Ortsbeirat Warnemünde über den Stand der Bagger-Pläne. Start 2020 oder 2021 möglich #wirkoennenrichtig

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erstellt am 15.Nov.2017 | 08:00 Uhr

Die seewärtige Zufahrt zum Seehafen Rostock muss aktuellen Erfordernissen angepasst werden, um in der Zukunft auch für größere Schiffe gerüstet zu sein und Rostocks Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Umsetzung obliegt dem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA). „Die Zufahrt soll von 14,5 auf maximal 16,9 Meter vertieft werden“, sagt WSA-Projektleiterin Ulrike Scherf. Dann können auch Schiffe mit einem Tiefgang von etwa 15 Metern den Rostocker Hafen ansteuern. Das ist beispielsweise für das Bemessungsschiff der Baltimax-Klasse erforderlich. Es ist 275 Meter lang, 48 Meter breit, hat einen Tiefgang von 15 Metern und diente als Grundlage der Berechnungen.

Eine Verbreiterung des Seekanals ist nicht vorgesehen. „Im Vorfeld der Maßnahme haben wir Umweltverträglichkeitsstudien und ökologische Begleituntersuchungen zur Erfassung des Bestandes der Vögel, Fische, Kleinstlebewesen, Plankton, Biotopen und anderen Dingen anfertigen lassen“, so Scherf. Auch ein Erschütterungsgutachten wurde angefertigt. Bedingung ist zudem die Einbeziehung der Öffentlichkeit. Das ist bereits im Juli bei einer Info-Veranstaltung im Hotel Neptun geschehen, wo Bedenken und Sorgen der Anwohner in ein Protokoll einflossen. Dem folgte gestern die erneute Information im Ortsbeirat Warnemünde durch WSA-Chef Holger Brydda und seine Projektleiterin.

Für Gutachten zur Schadstoffbelastungen wurden 180 Sonderproben aus Bohrkernen entnommen, deren Bewertung sich einer chemischen und ökotoxikologischen Untersuchung und Analyse anschloss. Bei der geplanten Maßnahme zur Vertiefung müssen insgesamt 5,6 Millionen Kubikmeter Baggergut bewegt werden. Schlick und Mulde kommen auf das Spülfeld Markgrafenheide, der harte Mergel in die Ostsee und Sand soll eventuell als Baustoff oder für Aufspülungen genutzt werden. Wenn alles glatt läuft, dann können die Arbeiten 2020 oder 2021 starten.

„Der Seekanal muss vertieft werden, wichtig ist die Anbindung an den geplanten Multifunktionshafen“, betont Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Auch für die Kreuzfahrtschiffe ist die Vertiefung wichtig. „Nicht nur für Warnemünde, sondern auch für die Entwicklung des Überseehafens ist die Maßnahme einer zeitnahen Vertiefung von elementarer Bedeutung“, erklärt Prechtel. Das Vorhaben kostet nach aktueller Schätzung 111,6 Millionen Euro, allein in die Planungen flossen mehr als zwei Millionen Euro.

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