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Hochwasser Warnemünde : Seebad kommt glimpflich davon

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Dank guter Vorbereitung auf das Hochwasser sind die Schäden überschaubar. Schutzmaßnahmen greifen. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 06.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Im Seebad hat Sturmtief Axel in der Nacht zu gestern kräftig gewütet und vieles durcheinander gewirbelt. Die Ostsee wurde durch den Badewanneneffekt weit bis zu den Dünen gedrückt und schwappte am Alten Strom und auf der Mole zum Teil über. Alles in allem jedoch kam das Seebad relativ glimpflich davon – auch, weil sich die Bewohner im Gefahrengebiet auf das Hochwasser eingestellt hatten.

So auch das Team der Bier- und Cocktailbar Seehund am Alten Strom, das frühzeitig aktiv wurde. „Wir haben vorher schon Sandsäcke befüllt, um sie vor die Tür zu legen“, sagt Mitarbeiter Tino Glockzin, der gestern den Sand wieder zum Strand fuhr. Auch Inhaber und Chef Adam Schwertfeger war froh, dass nichts Schlimmes passiert ist. „Wir haben unser Lokal bei der Sanierung so umgebaut, dass Wasser auch bei höherem Pegelstand nicht reinlaufen kann“, sagt der Chef. „Aber wir wollten auch nichts dem Zufall überlassen. Wir sind froh, dass sich der Bau bewährt hat.“

Zu denen, die gestern alle Hände voll zu tun hatten, gehörte Brunhilde Andersohn vom Sanitärtrakt an der Schanze. „Ich habe einen Anruf von der ,Kehrwieder‘ erhalten, dass bei uns das Wasser hoch steht“, sagt die Angestellte. „Ich bin jetzt schon sechs Jahre da, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Bis Mitternacht war sie im Einsatz und auch am Morgen danach hatte sie alle Hände voll mit dem Aufräumen zu tun. Mit dem Wasser war viel Unrat in die Räume gelangt, die Anlage aber schnell wieder nutzbar.

Auf dem Kutter „Zufriedenheit“ hatte sich in der Sturmnacht Kutterführer Karl-Heinz Ruschau mit Kollegen der anderen Boote und dem Hafenmeister getroffen. Gestern ging er wie viele andere durch den Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen: Ein massiver Baum hinter der Molenwand stand unter Wasser und war in der Mitte gebrochen. An ähnliche Bilder konnte sich Ruschau aus seiner Kindheit erinnern. Der Sturm schwemmte zudem viel Strandgut an, das Touristen und Einheimische teils als Souvenir einsammelten.

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