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Debatte in Rostock : Schulweg wird zur Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gestrichene Ampel am Bahnübergang in der Ulmenstraße sorgt bei Eltern und Ortsbeirat für Kritik #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 25.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Gefahr in der Ulmenstraße: Mit den Sanierungsarbeiten ist die Ampel auf Höhe des Polizeireviers verschwunden. „Da haben wir als Eltern ein riesiges Problem mit“, sagt eine Mutter, deren Tochter die Werner-Lindemann-Grundschule besucht. Auf dem Weg dorthin muss die Kleine täglich die Ulmenstraße queren. Statt einer Ampel gibt es derzeit nur eine Verkehrsinsel in der Mitte der Fahrbahn. Die Furcht der Mutter: „Wenn die Sanierung der Maßmannstraße fertiggestellt wird, ist an dieser Stelle ein relativ zügiger Verkehr möglich – offensichtlich gibt es dort eine große Gefahrenquelle.“ Denn zum einen könnten die Kinder die wahre Geschwindigkeit der Autos nur schwer einschätzen, zum anderen sei der Verkehr durch die Kurve direkt nebenan schlecht einzusehen. Mit ihrer Bitte, die Ampel wieder zu installieren oder wenigstens einen Zebrastreifen einzurichten, hat sie sich auch an die Stadtverwaltung gewandt. Das zuständige Amt für Verkehrsangelegenheiten habe dies jedoch in einem „relativ unhöflichen Schreiben“ abgelehnt, erklärt die Mutter. Dabei „geht es hier nicht um Sperrmüll, der etwas länger steht, sondern um die Kindersicherheit“, kritisiert die Rostockerin.

Unterstützung bekommt sie vom Ortsbeirat der KTV. Dessen Mitglieder beschäftigt die gestrichene Ampel bereits seit Monaten. Und auch sie fordern ihre Rückkehr, was sie auf ihrer jüngsten Sitzung noch einmal einstimmig bekräftigten. „Wir wissen, dass die benötigten Röhren und Anschlüsse noch vor Ort liegen – rein technisch ist die Installation jederzeit möglich“, sagt Ortsbeiratschefin Anette Niemeyer (Aufbruch 09). Darauf habe das Gremium schon bei der Planung der Sanierung bestanden. Weggefallen sei die Ampel mit dem Argument, dass in dem Abschnitt künftig ohnehin nur noch Tempo 30 zulässig sei. Dass sich die Autofahrer daran halten werden, glauben weder die Ortsbeiratsmitglieder noch die besorgte Mutter.

Um ihrer Forderung noch mehr Nachdruck zu verleihen, hoffen sie auch auf die Unterstützung der Schulkonferenz. Sie tagt das nächste Mal am 13. März, erklärt Torsten Masur, Leiter der Werner Lindemann Grundschule. Er sagt: „Es sind weit unter 100 Kinder betroffen, aber das minimiert ja nicht die Gefahr.“ An seiner Einrichtung gibt es derzeit zwölf Klassen mit rund 280 Schülern, die von 14 Lehrern unterrichtet werden. Neben dem Schulweg sieht Masur vor allem beim Platz Handlungsbedarf. „Da warten wir dringend auf Entspannung.“ Denn es gebe auch nur zwölf Klassenräume und ein kleines Lehrerzimmer.

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