Rostock : Schmarler Familien werden kreativ

Suchen talentierte Familien aus Schmarl – ganz egal, ob an der Seifenblasenmaschine, beim Nähen oder Musikmachen mit dem Keyboard: Anne Zilling und Arne Schneider vom Charisma-Verein organisieren mit Katja Eisele (v. l.) vom Haus 12 das Mitmach-Musical für Familien.
Suchen talentierte Familien aus Schmarl – ganz egal, ob an der Seifenblasenmaschine, beim Nähen oder Musikmachen mit dem Keyboard: Anne Zilling und Arne Schneider vom Charisma-Verein organisieren mit Katja Eisele (v. l.) vom Haus 12 das Mitmach-Musical für Familien.

Charisma-Verein sowie Stadtteil- und Begegnungszentrum starten Mitmach-Musical. Ziel ist die Aufführung vor Publikum #wirkoennenrichtig

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06. Februar 2018, 08:00 Uhr

Ganz egal, ob singen, tanzen, schauspielern, nähen oder basteln – wer ein Talent hat und das bisher nur in den eigenen vier Wänden auslebt, kann das jetzt ändern: Der Rostocker Charisma-Verein und das Stadtteil- und Begegnungszentrum Haus 12 in Schmarl starten ein Pilotprojekt. „Wir suchen Familien, die Lust haben, sich an einem Musical zu beteiligen“, sagt Arne Schneider.

Am 26. Februar findet die Auftaktveranstaltung statt. Thema, Ausstattung und Umsetzung des Musicals sind noch völlig offen. „Klar ist nur, dass wir nichts Bestehendes nachmachen, sondern selbst etwas gestalten wollen“, so die Mitarbeiterin des Charisma-Vereins. Für die musikalische Gestaltung wurde Andreas Hain gewonnen. Der Kirchenmusiker aus Lichtenhagen-Dorf will gemeinsam mit den 15 Teilnehmern nach deren Stärken eigene Musik komponieren. Als Jugendsozialarbeiterin ist außerdem Janina Kepp mit im Organisationsteam.

Angesprochen werden vor allem Familien aus Schmarl, aber auch aus anderen Rostocker Stadtteilen sind Teilnehmer willkommen. „Es soll bei dem Projekt mal nicht darum gehen, immer nur Problemfamilien zu thematisieren, sondern im Gegenteil darum, deren Potenziale zu zeigen“, erklärt Arne Schneider. Weil es für Kinder an Schulen schon Möglichkeiten gäbe, sich künstlerisch-kreativ auszuleben, sollten diesmal ganz bewusst die Eltern mit einbezogen werden. Das Angebot ist kostenfrei, die Teilnahme auf ein halbes Jahr angelegt. „Das gesamte Projekt dauert ein Jahr, vielleicht schaffen wir zwei Durchgänge“, sagt Arne Schneider. Die Verantwortlichen träumen davon, das entstehende Musical natürlich auch aufzuführen, wenn alle Teilnehmer damit einverstanden sind.

Die regelmäßigen Treffen der Musical-Gruppe finden im Stadtteil- und Begegnungszentrum (SBZ) Haus 12 statt, einem Ort, an dem sich viele Schmarler Familien wohlfühlen. „Das SBZ lebt von und mit den Menschen“, sagt Einrichtungsleiterin Katja Eisele. Und genau so soll es auch beim neuen Musicalprojekt sein.

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