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Rostock : Schlonski auf Kurs Tokio 2020

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Hansestädter ist seit Jahresbeginn beim Deutschen Segler-Verband als Bundestrainer für den Laser-Nationalkader zuständig. #wirkoennenrichtig

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erstellt am 10.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Während seiner leistungssportlichen Laufbahn blieben sie ihm verwehrt – als Segel-Coach erlebte Alexander Schlonski 2016 in Rio de Janeiro seine ersten Olympischen Spiele. Es dürften nicht seine letzten gewesen sein: Seit Anfang des Jahres ist der Dierkower als Bundestrainer auf Honorarbasis für die deutschen Laser-Männer zuständig. Kurs Tokio 2020 liegt an.

2015 machte sich der frühere Stadttrainer als Berater im Segelsport selbstständig. Im September jenes Jahres wurde der Mann vom See- und Segelsportverein der Hansestadt Rostock für zunächst zwei Monate vom türkischen Verband verpflichtet. Er sollte dafür sorgen, dass sich die Sportlerin Cagla Dönertas für Rio qualifiziert. Mit Platz 13 bei der Weltmeisterschaft im November im Sultanat Oman gelang
dies – und Schlonskis Vertrag wurde bis Olympia verlängert. Nach Rang acht bei der WM 2016 in Mexiko erhofften sich der 36-Jährige und sein Schützling auch für Brasilien einiges. Am Ende wurde Cagla Dönertas Fünfzehnte. Eine klare Steigerung gegenüber London 2012 (29.), doch der Trainer war „nicht ganz zufrieden. Es ist schon das klare Ziel gewesen, unter die ersten Zehn zu kommen. Ein durchschnittlich normaler Platz im letzten Rennen hätte dafür gereicht. Aber dann hat sie Nerven gezeigt und den Streicher gesegelt (das schlechteste Ergebnis, das am Ende gestrichen wird – d. Red.).“

Nach Rio hatte der frühere WM-Sechste (Laser 2008) und -Vierte (Starboot 2009) zur Freude seiner Frau Johanna und der vierjährigen Tochter Carla wieder mehr Zeit für die Familie – bald wird’s allerdings wieder intensiver auch hinsichtlich der Reisetätigkeit.

Seit Jahresbeginn ist Alexander Schlonski beim Deutschen Segler-Verband für den Laser-Nationalkader mit Philipp Buhl (SC Alpsee-
Immenstadt), Nik Willim (Schlei-Segel-Club Schleswig) und Theodor Bauer (Röbeler Segler-Verein) hauptverantwortlich. Dies auf eigenen Wunsch erst einmal für ein Jahr: „Auf dem Level arbeitet man sehr intensiv zusammen, deshalb will ich erst mal sehen, ob es funktioniert und wir zueinander passen. Aber die drei Sportler haben ihren Lebensmittelpunkt in Kiel. Ihren dortigen Heimtrainer Oliver Freiheit kenne ich seit langem, ein super Typ. Wir werden uns bestimmt sehr gut ergänzen.“

Erste Maßnahme für den Rostocker Sportwissenschaftler: natürlich – auf Reisen gehen. „Ich werde in den nächsten neun Monaten ungefähr 130 Tage unterwegs sein. Los geht es am 18. Januar. Da fliege ich mit Philipp Buhl zum Weltcup nach
Miami.“ Der 27-Jährige aus dem Allgäu ist Deutschlands Laser-Top-Mann. Er hat schon Silber und Bronze bei WM gewonnen. Bei Olympia in Rio musste er sich allerdings mit Rang 14 begnügen.

„Philipp hat viel Potenzial nach oben, ist schon derjenige, bei dem es darum geht, 2020 in Tokio eine Medaille zu gewinnen. Die anderen beiden sind deutlich jünger. Sie sollen langfristig auf internationales Niveau herangeführt werden“, beschreibt Alexander Schlonski seine neue Aufgabe.

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