Rostock : Schafft die Werftallee Kita-Verkehr?

In der Groß Kleiner Werftallee will das Institut Lernen und Leben eine neue Kindertagesstätte bauen. Ortsbeirat und Anwohner bangen um zu wenig Haltemöglichkeiten während des Abholverkehrs.  Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
In der Groß Kleiner Werftallee will das Institut Lernen und Leben eine neue Kindertagesstätte bauen. Ortsbeirat und Anwohner bangen um zu wenig Haltemöglichkeiten während des Abholverkehrs. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Institut Lernen und Leben baut für 1,5 Millionen eine neue Einrichtung mit 96 Plätzen. Ausschuss befürchtet Rückstau beim Abholen. #wirkoennenrichtig

svz.de von
31. Mai 2017, 05:00 Uhr

Eine neue Kindertagesstätte mit 96 Plätzen will das Institut Lernen und Leben (ILL) für mehr als 1,5 Millionen Euro in der Groß Kleiner Werftallee, Ecke Fritz-Meyer-Scharffenberg-Weg errichten. Die Pläne haben Geschäftsführer Sergio Achilles und Architekt Arno Wiegand dem ansässigen Ortsbeirat vorgestellt. Das Gremium hat das Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einstimmig befürwortet, der Bau- und Planungsausschuss der Bürgerschaft befürchtet allerdings ein mögliches Verkehrschaos auf der ohnehin stark befahrenen Werftallee.

„Wir kennen solche Probleme bereits von anderen Standorten. Kommt denn da was hin, wo gehalten werden kann?“, fragte der Vorsitzende Frank Giesen (CDU). Im Bauantrag sind neben 1680 eingeschossigen Quadratmetern für 54 Kinder von 4 bis 6 Jahren und 42 Kinder von 0 bis 3 Jahren auch vier Stellplätze geplant. Zudem solle laut ILL-Sprecherin Henrike Thaut der Bring- und Holverkehr vollständig von der Werftallee abgeleitet werden, indem eine eigene Straße mit Zu- und Ausfahrt auf dem Grundstück eingerichtet werde. „Sie wird zu beiden Seiten über ausreichend Parktaschen verfügen“, so Thaut. Generell habe das Institut viel Erfahrung mit dem Betrieb von Kindertagesstätten, Schulen und Horte – auch direkt in Wohngebieten wie beispielsweise Kassebohm. Dort entsteht gerade eine Einrichtung, die zum neuen Schuljahr eröffnet werden soll.

Auch in Groß Klein sei der Bedarf an weiteren Kita-Plätzen definitiv vorhanden. Am Standort auf dem Gelände der Rostocker Heimstiftung will das ILL mit dem Pflegewohnpark generationenübergreifend arbeiten, sodass beide Seiten voneinander profitieren. Geplant ist eine Art Mehrgenerationenzentrum, in dem gemeinsam gesungen, gebacken, gelesen und gespielt werden kann. Den Grundstein dafür hatten Institut und Heimstiftung bereits im Herbst mit der Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsvertrags gelegt.

Nachdem auch der Bauausschuss den Kita-Plänen des ILL zugestimmt hat, sollen die Arbeiten noch im Sommer beginnen. Die Eröffnung der Einrichtung ist für Anfang 2018 anvisiert.




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