Grubenstraße : Sanierungsende in Sicht

Von den glasfaserverstärkten Kunststoff-Rohren wurden 135 Stück verbaut.
Von den glasfaserverstärkten Kunststoff-Rohren wurden 135 Stück verbaut.

Erneuerung des Regenwassersammlers dauert noch zwei Wochen #wirkoennenrichtig

svz.de von
20. April 2017, 21:00 Uhr

Noch zwei Wochen dauern die Eurawasser-Arbeiten in der Grubenstraße. War zuletzt die Spur in Richtung Norden voll gesperrt, ist es nun die Gegenfahrbahn in Richtung Viergelindenbrücke. Aktuell betroffen ist der Abschnitt zwischen der Krämerstraße und Fischbank, erklärt Unternehmenssprecherin Gabi Kniffka. Ziel sei es, den insgesamt rund 700 Meter langen Regenwassersammler zu erneuern. „Er wurde 1874 errichtet und ist mit 143 Jahren einer der ältesten und spektakulärsten in der Hansestadt“, sagt Kniffka.

Für die aktuelle Sanierung sind die Arbeiter bereits seit Februar vor Ort im Einsatz. Zuletzt hatten sie Ende März einen 70 Meter langen Abschnitt zwischen Molkenstraße und Fischbank abgeschlossen, nun folgt der fünfte und letzte Teil. Er soll bis zur ersten Maiwoche fertiggestellt sein. Für beide Straßenabschnitte sind 135 Rohre verbaut worden. „Die einzelnen Elemente wurden über eine stationäre Baugrube in den Kanal eingesetzt und mittels einer am Kanalende stehenden Winde fixiert und zusammengefügt“, sagt Kniffka. Aus- und Zurichtung im Kanal seien größtenteils von Hand erfolgt.

„Dieser überdimensionale Kanal im so genannten Ei-Profil, seine zentrale Lage in der Altstadt, die Verkehrsbedingungen sowie schwierige Baugrundverhältnisse brachten besondere Entwicklungen und Prozesse mit sich“, erklärt Kniffka. Aufgrund seines Alters und der über die Jahrzehnte zunehmenden Belastung durch die ehemals darüber verlaufende Hafenbahn sowie die hydraulische Auslastung im Zusammenhang mit der Flächenversiegelung sei der Sammler stark sanierungsbedürftig gewesen. Daher wurde er in den zurückliegenden 15 Jahren abschnittsweise auf rund 540 Metern als Ei-Profil saniert. Für die Auskleidung unter Beibehaltung des vorhandenen gemauerten Klinkerbauwerkes mit einem Durchmesser von 1,60 mal 2,10 Meter kamen glasfaserverstärkte Kunststoff-Rohre zum Einsatz. Neben dem Sammler selbst profitieren auch die Anwohner von der Maßnahme: „Insgesamt wurden und werden parallel zirka 40 Regenwasseranschlüsse an den neuen Kanal angeschlossen“, sagt Kniffka. Zudem seien die zwischenzeitlich abgestellten Altanschlüsse stillgelegt worden.

„Eurawasser und Warnow-Wasser- und Abwasserverband investieren in Ausführung und Material der Baumaßnahme rund 900  000 Euro“, erklärt Kniffka. Das sei es allerdings wert, schließlich sei die Grubenstraße eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende Verbindung im Kern der Hansestadt. „Sie stellt die historische Grenze zwischen den einstigen Teilstädten Alt- und Mittelstadt dar“, so Kniffka. Mit den Arbeiten beauftragt wurde die Swietelsky-Faber GmbH Kanalsanierung.

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