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ÖPNV in Rostock : RSAG hält an Fahrplan fest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bilanz nach einem Jahr: Linienänderungen erfolgreich. Unternehmen wechselt Vorstand. Preiserhöhung ab Februar #wirkoennenrichtig

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: 2016 hat das Unternehmen erstmals mehr als 40 Millionen Einstiege pro Jahr verzeichnet. In den fünf Jahren zuvor lagen die Zahlen stets konstant um 39 Millionen. „Der Anstieg zeigt, dass unser Konzept ,Mobil 2016‘ vollends aufgegangen ist“, sagt Jan Bleis, der seit 1. Januar als technischer Vorstand des Unternehmens agiert. Den Posten als kaufmännischer Vorstand übernimmt mit der Betriebswirtschaftlerin Yvette Hartmann erstmals eine Frau.

Die Frequenz auf den stark nachgefragten Strecken erhöhen, sie auf anderen senken, mehr Direktverbindungen schaffen, weniger Umsteigen – und das alles ohne Mehraufwand. Das waren die Hauptziele des RSAG-Konzepts für 2016, fasst Jan Bleis zusammen. 50 Prozent aller Fahrgäste seien auf den Hauptlinien 1, 5 und 25 unterwegs. Die fahren in den Hauptzeiten mittlerweile im Zehn-Minuten-Takt. „Vor allem in Toitenwinkel und Dierkow konnten wir durch das verbesserte Angebot deutliche Zuwächse verzeichnen“, so Bleis. Auch der Stadtteil Schmarl sei durch die neue Linie 39 wesentlich besser an das Netz angebunden als zuvor. „Unser Sorgenkind ist aber nach wie vor Reutershagen“, sagt der Vorstand. Derzeit würden die Verkehrsplaner Konzepte erarbeiten, um bessere Anbindungen durch Busse und an die S-Bahn zu schaffen. Weitere Pläne für 2017 seien die Verbesserung der Fahrgastsituation in Warnemünde. „Besonders in den Sommermonaten steht unsere Linie 37 wegen des Parkleitsystems oft im Stau“, erklärt Hartmann. „Wir planen, dort digital aktuelle Fahrplan-Informationen für die Kunden bereitzustellen“, so die neue RSAG-Chefin. Ferner würden bis 2019 17 neue Mercedesbusse angeschafft und weiter am Mobile Ticketing, dem Fahrkartenverkauf via Handy, getüftelt. Bis zum komplett bargeld- und papierlosen Ticketverkehr werden jedoch noch einige Jahre verstreichen, so Bleis.

Durch die erhöhten Fahrgastzahlen konnte die RSAG 2016 etwa 3,3 Prozent mehr Erlöse verzeichnen als im Vorjahr – eine Million Euro mehr. Dennoch werden ab 1. Februar die Preise um durchschnittlich 2,1 Prozent angezogen – erstmals seit zwei Jahren. Erhöhte Kosten für Diesel und Zulieferer sowie gesunkene Zuschüsse von Stadt und Land seien der Auslöser. „Im Vergleich sind wir mit unseren Tickets aber immer noch günstig“, sagt Vorstand Jan Bleis. So koste eine Einzelfahrkarte in Dresden inzwischen 2,30 Euro, in Berlin sogar 2,80 Euro.

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