Baugeschehen : Rostocks stolze Bilanz

Schmarl: 14,5 Millionen Euro Fördermittel sind bis heute für 42 Maßnahmen geflossen, unter anderem für das Haus 12.
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Schmarl: 14,5 Millionen Euro Fördermittel sind bis heute für 42 Maßnahmen geflossen, unter anderem für das Haus 12.

In den vergangenen 26 Jahren hat die Hansestadt 417 Millionen Euro Städtebauförderung erhalten – und gut investiert.. #wirkoennenrichtig

svz.de von
11. Mai 2017, 05:00 Uhr

Die Zahlen sind gewaltig: Seit 1991 wurden in Rostock rund 417 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln eingesetzt, die sich Bund, Land und Kommune teilen und die am Ende durch private und öffentliche Investitionen zu einer Gesamtsumme von drei Milliarden Euro angewachsen sind.

Im Stadtzentrum und den fünf Fördergebieten Evershagen, Schmarl, Groß Klein, Dierkow und Toitenwinkel konnte durch diese Gelder in der Vergangenheit der „Bau-Turbo“ gezündet werden, wie Chris Müller (SPD) sagt. Der Finanzsenator hält Städtebaufördermittel deshalb „für ein unheimlich wertvolles Instrumentarium, das der Hansestadt einen riesen Schub gegeben hat“. Und es noch weiter tut, denn ein Ende der geförderten Baumaßnahmen ist noch nicht in Sicht, wie Sigrid Hecht erklärt.

In Rostock würde derzeit ein neues Integriertes Stadtentwicklunskonzept erarbeitet, das den Sanierungsbedarf in den Stadtteilen aufzeigen soll. „Da wir Evershagen Ende 2015 mit der Schlussrechnung aus der Förderung entlassen haben, könnte das die Chance für einen neuen Stadtteil sein, hineinzukommen – zum Beispiel für Lichtenhagen“ sagt die Chefin der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS). Sie weiß: Egal, aus welchem Topf das Geld kommt – „wichtig ist, an welcher Stelle zu welcher Zeit welches Geld investiert wird“. Und so stünden in den Fördergebieten im Nordosten und -westen noch etliche Vorhaben auf der Agenda: Der Schmarler Landgang, Turnhallen in der Walter-Butzek- und Pablo-Picasso-Straße, die Sanierung der Schule Maxim-Gorki-Straße...

„Das heißt nicht, dass wir in den anderen Stadtteilen nicht sanieren, aber der Vorteil der Städtebauförderung ist, dass wir dadurch wesentlich schneller in der Auf- und Abarbeitung des Sanierungsstaus sind“, so Hecht. Allein in der Innenstadt hätten 1991 noch 94 Prozent der Häuser Schäden an Fassade, Dach oder Fenstern aufgewiesen. „Heute ist es umgekehrt.“

Ihr Unternehmen widmet sich deshalb jetzt „den sensibelsten Bereichen der Hansestadt“, wie es Senator Müller formuliert. Theaterneubau, Rathaus-Erweiterung, die Nordkante des Neuen Marktes sowie die Entwicklung des Stadthafens mit Verbindung zur Innenstadt, zum Beispiel durch ein Plateau über die L 22 – „das sind die großen Herausforderungen, vor denen wir jetzt stehen“, so Müller.

Die erfolgreiche Städtebauförderung der letzten 26 Jahre wird am Sonnabend zwischen 14 und 17 Uhr mit einem großen Volksfest anlässlich des Tages der Städtebauförderung an der Kunsthalle gefeiert. Bereits um 13 Uhr kommt Kultusministerin Birgit Hesse (SPD) zur Grundsteinlegung für das neue Schaudepot, wofür Rostock ebenfalls vier Millionen Euro Städtebau-Fördermittel erhalten hat.

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