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Festakt : Rostocks neue Bürger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Hansestadt hat 152 Mitmenschen aus aller Welt dazugewonnen. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2017 | 21:30 Uhr

Rostocks Bevölkerungszahl steigt stetig. Gestern hat die Hansestadt 152 Bürger hinzugewonnen, die erfolgreich die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt haben und in Rostock leben wollen. Die Stadt begrüßte sie feierlich bei einer Festveranstaltung. Senator Chris Müller (SPD), 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, überreichte die Urkunden persönlich. „Wichtig ist zu verstehen, dass Menschen aller Nationen, Religionen und Kulturen eine Bereicherung für Rostock sind“, sagte er. Leute aus über 100 Ländern würden die Stadt schon jetzt prägen.

Menschen wie Jamila Raimbekova, die selbst 2016 eingebürgert wurde. Die aus Kirgistan stammende Sängerin begleitete die Veranstaltung musikalisch. Die Hansestadt habe sie tief ins Herz geschlossen. „Ich liebe Rostock. Die Menschen, die Luft, sogar das Wetter – einfach alles“, schwärmt Raimbekova. Einen besonderen Dank richtete sie an Peter Schneider. Er habe den Kontakt zu dem Volkstheater hergestellt, bei dem Raimbekova nun arbeitet. Schneider selbst sagte dazu: „Wir sind in der Zeit, die wir uns nun kennen, sehr zusammengewachsen.“ Die Festrede zu der fast einstündigen Veranstaltung hielt die aus dem Kosovo stammende Mimoza Oda. Seit vergangenem Jahr ist sie nun Rostocker Bürgerin. An der Stadt schätze sie vor allem die Mitmenschen. „Ich wurde stets gleichwertig behandelt. Das ist der Beweis, dass Integration funktioniert.“ Oda verwies darauf, dass die deutsche Staatsangehörigkeit nach der Bewertung der Schweizer Firma Henley & Partners die wertvollste Staatsbürgerschaft der Welt sei. „Unsere Einbürgerung ist die größte Ehre, die uns dieses Land gewähren kann“, so die Ärztin. Auch der Vorsitzende des Migrantenrates, Juri Rosov, freue sich über die Anerkennungen. „Wir sitzen alle im selben Boot. Nun müssen wir es gemeinsam voranbringen“, mahnte Rosov. Daher sei Integration nach wie vor eine Herausforderung.

Das Alter der neuen Bundesbürger, die aus 42 Nationen stammen, liegt zwischen sieben Monaten und 72 Jahren. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien und der Ukraine. „Deutschland ist nun auch Ihr Land“, schloss Senator Müller.

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