Brandschutz : Rostocks Feuerwehr plant Zukunft

Zu Beamten auf Lebenszeit hat Chris Müller (Mitte) mit Amtsleiter Johann Edelmann ( l.) Klaus Köster, Maik Berger, Steffen Kampa, Felix Fatteicher, Martin Buhz (oben, v. l.:), Michael Runge, Björn Weiskirchen, Christian Maciej, Raymund Tarnow, Tom Schumacher und Bastian Wittenhorst (v. r.) ernannt.
Zu Beamten auf Lebenszeit hat Chris Müller (Mitte) mit Amtsleiter Johann Edelmann ( l.) Klaus Köster, Maik Berger, Steffen Kampa, Felix Fatteicher, Martin Buhz (oben, v. l.:), Michael Runge, Björn Weiskirchen, Christian Maciej, Raymund Tarnow, Tom Schumacher und Bastian Wittenhorst (v. r.) ernannt.

Stadt wird Ausbildungszentrale für Brandmeisteranwärter in MV. Genauer Standort offen. Verhandlungen mit dem Land über Kosten laufen. #wirkoennenrichtig

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17. Dezember 2016, 08:00 Uhr

Neun Brandmeister hat Ordnungssenator Chris Müller (SPD) gestern zu Beamten auf Lebenszeit ernannt. Künftig werden jährlich noch mehr Brandmeister in Rostock hervorgehen, denn die Anwärterausbildung der Berufsfeuerwehren des ganzen Landes wird ab April 2018 hier zentralisiert.

„Wir sind dabei, uns zu Kooperationen mit den Feuerwehren des Landes abzustimmen“, sagt Müller. Problematisch ist, wo genau die Ausbildung stattfinden wird. Die dafür vorgesehene neue Feuer- und Rettungswache 3, die am Autobahnkreuz Hinrichsdorfer Straße gebaut werden soll, wird eventuell nicht bis 2018 fertig. Derzeitiger Ausbildungsstandort ist die Feuerwache See. „Mögliche Alternativen zu den Standorten werden, insbesondere unter Kostengesichtspunkten, derzeit geprüft“, heißt es aus dem Brandschutz- und Rettungsamt. Hintergrund der Neuerungen ist, dass die Ausbildung an der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow eingestellt wird. Die Kommunen sind ab 2018 selbst für die Ausbildung zuständig. Rostock unterhält die größte Berufsfeuerwehr des Landes, hat den höchsten Bedarf in der Ausbildung und sich als Standort zur Verfügung gestellt. Der geplante Ausbildungsgang wird sechs Monate dauern. Zwei Lehrgänge mit 18 Teilnehmern pro Jahr sind angedacht. Der Investitionsbedarf sei noch nicht abschließend zu klären gewesen, so das Amt. Prognostisch wird von Kosten von 15 000 Euro je Lehrgangsteilnehmer ausgegangen. Um die se Ausgaben zu decken, hat das Innenministerium finanzielle Unterstützung „in Form von einem Stellenadäquat und Sachleistungen in Aussicht gestellt“. Das Amt hat für das Ausbildungsvorhaben 912  000 Euro im Haushalt 2018 geplant. Dazu sollen drei neue Stellen für Lehrgangsorganisation und Verwaltung kommen, die Kosten soll nicht die Stadt tragen.

Acht bis zehn Anwärter stellt das Brandschutz- und Rettungsamt jährlich ein, sagt dessen Leiter Johann Edelmann, um die Abgänge durch Rente, Krankheit und Wechsel zu kompensieren. Die Ausbildung beginnen meist Rettungsdienstler, Bundeswehrleute oder Handwerker. Sie müssen unter 33 Jahre alt sein. 300 verbeamtete Feuerwehrleute gibt es in Rostock, darunter knapp zehn Frauen. Diese verteilen sich auf drei Wachen, sodass ständig 39 Kräfte rund um die Uhr im Einsatz sind.

Klaus Köster und Michael Runge wurden gestern ebenfalls ernannt. Sie steigen zu Brandinspektoren auf. „Wir wechseln aus der Mannschaft in den Einsatzleitdienst“, erklärt der 44-jährige Runge von der Wache in Lütten Klein. Er hatte 1999 die Ausbildung begonnen. Der Beruf bringt hohe körperliche und psychische Belastungen mit sich. „Wir sind bemüht, Personal an uns zu binden“, sagt Senator Müller.

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