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Frauentag : Rostockerinnen feiern Erfolge

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

An ihrem Ehrentag widmen sich die Teilnehmerinnen im Börgerhus der Notwendigkeit des weiteren Kampfes #wirkoennenrichtig

Bei einer Kulturveranstaltung im Börgerhus haben die Besucher am Mittwoch viele historische Informationen und Anregungen zum Internationalen Frauentag erhalten. „Die Rechte sind auch heute nicht selbstverständlich und bringen ständig neue Herausforderungen mit sich“, äußerte sich die 34-jährige Mareile Ostendorf zum Frauen- Nachmittag im Awo Stadtteil- und Begegnungszentrum. Dazu hatte Mitorganisatorin Dorothea Engelmann die Kulturwissenschaftlerin Viola Harder für einen Vortrag eingeladen.

So wurde noch einmal die Historie bei Kaffee, Kuchen und Livemusik gegenwärtig. Der Vortrag war anschaulich mit der Geschichte der deutschen Frauenbewegung verknüpft. Die kämpfte in frühen Jahren nicht nur für das Wahlrecht und die Emanzipation. In Deutschland forderten Frauen beispielsweise auch Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge, regelmäßige Schulspeisungen, den legalen Schwangerschaftsabbruch oder die Senkung der Lebensmittelpreise.

Im Jahr 1921 wurde der 8. März in Moskau auf der zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen als internationaler Gedenktag eingeführt. „Die weibliche Seite der Geschichte muss in Erinnerung bleiben, damit die Frauen der jungen Generationen diese Geschichte nicht vergessen“, sagte Harder. Der Frauentag wurde ursprünglich aus der Not geboren, deshalb stellte sich abschließend die Frage: „Rosige Zeiten? – Brauchen wir den Internationalen Frauentag heute noch?“. Im Diskussionsforum fand sich niemand, der einer Abschaffung zugestimmt hätte, denn letztendlich gäbe es auch heute nicht so rosige Zeiten. Daher lohne es sich, weiter zu kämpfen.

Gitarrist Thomas Lehner begleitete die Veranstaltung musikalisch mit einem Unterhaltungsprogramm.

 

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