Deutsche Meisterschaft : Rostockerin kämpft um Poledance-Krone

Auf die Haltung kommt es beim Poledance an: Jenny Barkowski trainiert seit einem halben Jahr für die Deutsche Pole Sport Meisterschaft in Dortmund.
Foto:
1 von 2

Auf die Haltung kommt es beim Poledance an: Jenny Barkowski trainiert seit einem halben Jahr für die Deutsche Pole Sport Meisterschaft in Dortmund.

Jenny Barkowski tritt heute in Dortmund bei der Deutschen Polesport Meisterschaft 2017 im Bereich der Amateure an. #wirkoennenrichtig

von
27. Mai 2017, 14:00 Uhr

Für die Rostockerin Jenny Barkowski beginnt heute eine spannende Aufgabe: Die 27-Jährige nimmt an der Deutschen Polesport Meisterschaft 2017 in Dortmund teil – und kämpft mit Starterinnen aus ganz Deutschland um Punkte. „Das ist mein erster Wettkampf in diesem Sport, deswegen setze ich die Ziele niedrig an. Es wäre schon das Größte für mich, einen Platz unter den Top Ten zu ergattern“, zeigt sich Jenny Barkowski bescheiden. Sie ist die einzige Teilnehmerin aus Mecklenburg-Vorpommern, da es kein weiteres Poledance-Studio im Land gibt.

Die Deutsche Poledance Meisterschaft wird bei den Kindern, Frauen und Männern in den Kategorien Amateur, Profi und Elite ausgetragen. Die Teilnehmer müssen sowohl an einer Spinning- (sich drehende Stange) als auch an einer Static-Pole (statische Stange) Elemente ausüben, die drei Meter voneinander entfernt stehen und insgesamt vier Meter hoch sind. Der Auftritt darf nur zwischen 3:50 und 4:00 Minuten dauern – eine Über- oder Unterschreitung gibt Punktabzüge. Zudem darf nicht zu viel Make-up aufgetragen werden und die Haare müssen zusammengebunden sein, dabei sollte darauf geachtet werden, dass Haar-Klammern nicht rausfallen.

Seit zweieinhalb Jahren übt sie den besonderen Sport im Rostocker Studio von Steffi Zelenski aus. Angefangen hat alles mit einem Kurs der Universität Rostock. „Seitdem macht es mir einfach Spaß. Dadurch trainiere ich Ausdauer, Kraft und Flexibilität“, erklärt die Rostockerin. Seit einem guten halben Jahr trainiert sie mit Steffi Zelenski auf die Meisterschaft hin – und dabei gilt es einiges zu beachten. „Ich starte bei den Amateuren – mit 43 weiteren Frauen. Dabei müssen wir neun Pflichtelemente in unsere Choreografie einbauen.“ Jede Figur bekommt eine bestimmte Punktzahl und musste in der vorgesehenen Reihenfolge bei der Anmeldung zur Meisterschaft angegeben werden.

Aber nicht nur an der Stange hält sie sich fit, die 27-Jährige ist auch im Judo aktiv und geht regelmäßig ins Fitnessstudio. Neben der geeigneten Kombination der einzelnen Figuren war auch die richtige Musik-Auswahl für Jennys Auftritt nicht einfach: „Am Ende ist es das Titellied von Pearl Harbor geworden, ,Tennessee‘ von Hans Zimmer.“ Trainerin Steffi Zelenski erklärt die Wahl: „Bei dem Song ist jeder im Saal so emotional ergriffen, dass niemand bemerkt, falls sie einen Fehler macht.“

Da es keinen Landesverband oder -ausscheid für die Qualifikation gibt, musste sich Jenny Barkowski für die Teilnahme an der Meisterschaft beim Deutschen Polesport Verband anmelden. Die weiteren Kategorien bei der heute startenden Deutschen Meisterschaft sind Profis und Elite – von Kindern über Frauen bis hin zu Männern. Alle ersten Plätze der Elitekategorie qualifizieren sich automatisch zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft.

Dieses Ziel hat Jenny Barkowski zwar nicht, dennoch möchte sie so viele Punkte wie möglich für ihre Choreografie bekommen. Dass sie sowohl an einer Spinning- als auch einer Static-Pole ihre Darbietung präsentieren muss, war eine Umstellung für sie. „Statische Stangen haben wir in Rostock eigentlich nicht, das war schon schwierig für mich, da ich mindestens eine Umdrehung an dieser schaffen muss“, so die 27-Jährige. Hinzu kommen die tänzerischen Einlagen, die sie zum Übergang eingebaut hat. „Tanzen fällt mir unheimlich schwer, dabei muss ich mich viel mehr konzentrieren als bei den Figuren. Hoffentlich gibt das keine Punktabzüge.“ Sollte sie genügend Zähler bekommen, kann sie auch am Sonntag an den Start gehen – und sich unter den Top Ten beweisen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen