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Archäologisches Landesmuseum : Rostock soll auch zahlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansestadt müsste bei Entscheidung für den Standort Stadthafen Teil der Kosten tragen. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die Hansestadt steht seit gut einem halben Jahr als Standort für das künftige Archäologische Landesmuseum fest. Doch ob es in das ehemalige Schifffahrtsmuseum einzieht oder am Stadthafen neu gebaut wird, das ist derzeit offen.

Jetzt ist Rostock in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die innerstädtische Diskussion das prestigeträchtige Projekt nicht für Jahre verzögert, sagt Sebastian Schröder. Der Staatssekretär des Bildungsministeriums würde Museumsleiter Prof. Hans-Jörg Karlsen „gern das Schicksal einiger Theaterintendanten ersparen, die seit Jahrzehnten auf einen Neubau warten“, sagte er am Sonnabend bei der Veranstaltung der Initiative Pro Archäologisches Landesmuseum in Rostock.

Gutachten von Experten, die Grundlage für die Standortentscheidung der Landesregierung waren, hatten sich immer auf das ehemalige Schifffahrtsmuseum in der August-Bebel-Straße und einen Anbau bezogen – „ein realistischer Standort, dort würde ein Museum funktionieren“, so Schröder. Dass Rostock selbst nun mit dem Stadthafen einen zweiten Standort ins Rennen brachte, hat nicht nur in der Stadt für Diskussionen gesorgt. „Wir als Landesregierung planen derzeit zweigleisig, sind auf alles vorbereitet – doch die Entscheidung muss in Rostock fallen“, sagte der Verwaltungsbeamte. Er macht aber gleichzeitig klar, dass es Bedingungen geben würde, sollte der Stadthafen favorisiert werden. Unter anderem sei zuerst die Grundstücksfrage zu klären. Fest stehe auch: „Wer so dicht am Wasser baut, der hat sehr viel höhere Kosten zu befürchten.“ Und die Landesregierung wolle ihr Geld lieber ins Museum stecken, als es „in der Warnow zu versenken“. Schröder kündigte an, dass das Gespräch mit der Hansestadt gesucht würde, um über eine Mitfinanzierung Rostocks an diesen erhöhten Kosten zu beraten. Auch wenn die Vision des Standortes Stadthafen spannend sei, so soll „das Archäologische Landesmuseum dort kein Solitär inmitten mehr oder weniger wilder Parkflächen werden“. Vielmehr müsse über die generelle Entwicklung des Filetstücks geredet werden.

Dass gemeinsame Finanzierungen von Stadt und Land im Kultursektor funktionieren, hätte auch der Ausbau des historischen Katharinenstiftes für die Hochschule für Musik und Theater bewiesen, deren Rektor Schröder war.
 

 

 

 

 

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