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Warnemünde : Rostock Port erhöht die Grauwasser-Kapazitäten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Firma Tias Tiesler verlegt an der Warnemünder Pier im Spezialverfahren deutlich leistungsstärkere Rohre #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 09.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Am Passagierkai Warnemünde arbeiten sich die Mitarbeiter der Firma Tias Tiesler derzeit durch den Untergrund. Sie sorgen im Auftrag von Rostock Port dafür, dass das System zur Übernahme von Grauwasser von den anlegenden Schiffen leistungsfähiger wird. Unter dem Begriff Grauwasser wird das Wasser zusammengefasst, das auf Schiffen beispielsweise beim Duschen, Abwaschen oder ähnlichen Tätigkeiten anfällt. „Das Rohrsystem wird auf einer Länge von knapp 230 Metern erweitert“, sagt Polier Marco Stranghöner. „Die jetzige 125er-Polyethylenleitung wird gegen eine 250er ausgetauscht“, sagt Stranghöner

„Grund für diese Baumaßnahme ist eine Kapazitätserhöhung der Mengen von Schiffsabwasser“, ergänzt Christian Hardt, Sprecher und Leiter Kreuzschifffahrt bei Rostock Port. Die Grauwasseranlage der Hansestadt ist bereits 2012 in Betrieb gegangen. Rostock Port hat damals zwei Millionen Euro in diese Maßnahme investiert. Das nun leistungsstärkere Rohrsystem kann 140 Kubikmeter pro Stunde entgegennehmen. Dazu wird das Vorhaben in grabenloser Weise und in einer Tiefe von bis zu 2,10 Metern realisiert. Dafür wird oberirdisch mit einem Ortungssystem gearbeitet, das die Bohrungen unter der Erde steuert, damit alles an genau die richtige Position kommt und nichts beschädigt wird. „Denn an dieser Stelle befinden sich viele Medien – angefangen von Stromkabeln bis hin zu Leitungen für Telefon, Gas sowie Regenwasserkanäle“, so Stranghöner.

Auch wenn bis 2021 Grauwasser unter bestimmten Bedingungen außerhalb der Zwölf-Meilen-Zone ins Meer verklappt werden darf, hat bei vielen Reedereien bereits jetzt ein Umdenken eingesetzt. Sie versuchen, bereits auf dem Schiff das anfallende Grauwasser zu klären und es dann in diese Spezialstationen in den Häfen und nicht im Meer zu entsorgen. Ein Teil der Kosten ist im Hafenentgelt enthalten, größere Mengen werden extra berechnet.

„Wir wollen bis zum 21. April fertig sein“, sagt Rostocks Kreuzfahrtchef Hardt. „Denn am 27. April startet die diesjährige Kreuzfahrtsaison mit dem Anlauf der ,Aidadiva’“, ergänzt er.

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