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Rostock : Rostock nach dem Bürgerentscheid

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Standortfrage: Wo soll das maritim-touristische Erlebniszentrum hin? Debatte im Kulturausschuss. #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 07.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Der Bürgerentscheid zum Traditionsschiff hat das maritim-touristische Erlebniszentrum außen vor gelassen. Um trotz Pro-Schmarl-Entscheidung möglich zu machen, dass es in den Stadthafen kommt?

„Wir haben eine klare Standortentscheidung. Herr Methling ist auf einem falschen Pfad, wenn er denkt, er kann das jetzt noch auseinander dividieren“, sagt der Vorsitzende des Kulturausschusses, Henning Wüstemann (Grüne). Das Stadtplanungsamt hatte seit Anfang des Jahres unter seiner Federführung eine Machbarkeitsstudie für ein Maritimes Erlebniszentrum (MEZ) in der Hansestadt Rostock erarbeitet. Das präferiert zwar den Stadthafen als Standort, aber die Studie besagt, dass die Frage nach dem Liegeplatz des Traditionsschiffs in direktem Zusammenhang zum Projekt MEZ stünde. „Zum einen ist es politischer Wille, die maritime Präsentation an einem Standort zu konzentrieren, zum anderen ist es aus Sicht der Gutachter und weiterer Experten konzeptionell sinnvoll oder gar erforderlich, die maritimen Exponate in einen land- und wasserseitigen Gesamtkontext zu stellen“, heißt es in der Machbarkeitsstudie, die auch bereits Aussagen zu Ausrichtung und Leitthemen des Zentrums empfiehlt. „Im Grunde geht es um die Umsetzung des IGA-Konzeptes“, sagt die IGA-Aufsichtsratsvorsitzende Karina Jens (CDU). Auch das sehe einen landseitigen Anbau vor. Die Beschlüsse der Bürgerschaft zum Konzept seien ignoriert worden. „Jetzt haben wir einen Bürgerentscheid, den können wir ja nicht auch noch ignorieren“, überspitzte sie. Mitglied Christian Teske pochte auf das Museumskonzept von 2011, das ein Marineum vorsieht – letztlich auch eben solch ein Zentrum. „Wir müssen einfach nur umsetzen – entsprechend beider Konzepte und des Bürgerentscheids“, sagte er. Für Prof. Dieter Neßelmann (CDU) blieb noch die Frage, was aus dem Stadthafen wird – den er am liebsten in einem Antrag mit aufwerfen wollte. „Wir müssen das vom Stadthafen entkoppeln, sonst geht es nicht voran“, so Dr. Corinna Lüthje (SPD). Der Kulturausschuss beantragte, dass das Maritime Erlebniszentrum „planerisch am Standort IGA-Park in Schmarl realisiert wird – bezugnehmend auf das Entwicklungskonzept der IGA 2003 GmbH aus 2013“. Die Planung sei finanziell zu untersetzen und der Bürgerschaft im zweiten Quartal 2018 vorzulegen. Weiterhin empfiehlt der Kulturausschuss wie auch die Machbarkeitsstudie, eine Facharbeitsgruppe einzurichten – mit Vertretern der Ämter, der IGA GmbH – und externen Sachverstand einzusetzen.

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