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Rostock : Rostock heizt ab jetzt „grün“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Weniger CO2-Ausstoß: Stadtwerke starten neue 40-Millionen-Euro-Turbine. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Nach Öko-Strom kommt Öko-Wärme: Nach drei Jahren Modernisierungsarbeit haben die Stadtwerke heute in Marienehe eine neue Gas- und Dampfturbine mit einer Leistung von 24 Megawatt in Betreib genommen. Den 40-Millionen-Euro teuren, sauberen Energielieferanten hat die Firma Siemens extra für den Versorger der Hansestadt entworfen – eine bisher einzigartige Installation in Deutschland.

„Nach der Einweihung der Fotovoltaikanlage in der Bleicherstraße ist dies ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur ,Vergrünung der Wärme‘ in Rostock“, sagt Vorstandschef Oliver Brünnich. Die Stadtwerke hätten eine große Verantwortung, diesen Weg zu gehen, deshalb seien bereits weitere Projekte geplant, die Power-to-Heat- und Power-to-Gas-Systeme, die überschüssige Windkraftenergie in Strom und in Wärme umwandeln.

„Insgesamt haben wir sechs Jahre lang gemeinsam an dem Projekt gearbeitet, um eine höhere Emissionseffizienz zu schaffen“, sagt Gerd-Uwe Schmiedel, General Manager bei Siemens. Es sei eine maßgeschneiderte Lösung, ein einzigartiges Projekt im Bereich Dienstleistung für das Unternehmen und überhaupt die erste Turbine dieser Art in Deutschland. „Sie unterschreitet die Emissionsgrenzwerte weit – und das auch, wenn sie nicht mal bei voller Kraft arbeitet“, so Schmiedel. Die neue Anlage besteht aus drei Kesseln, die drei Jahre lang bei laufendem Betrieb nach und nach ausgetauscht wurden, um die 21 Jahre alte Maschine zu ersetzen. Hergestellt wurde das 3,5 Tonnen schwere Gerät im schwedischen Finspång. Auch die Mitarbeiter erfreuen sich an der neuen Errungenschaft: „Es ist eine saubere Technologie mit neuer Leittechnik, die reibungslos läuft – es macht wirklich Spaß, damit zu arbeiten“, so Kraftwerksleiter Ralf Görs.

Energieminister Christian Pegel (SPD) lobte das Engagement der Stadtwerke, sich maßgeblich daran zu beteiligen, grünen Strom und Wärme zu erzeugen und so die Energiewende weiter voranzubringen. „Es ist ein Rieseninvest in die Ökologisierung und schafft Wertschöpfung in der Region“, so Pegel. Besonders lobte der Minister die vorausschauende Investition des Unternehmens, das sich nicht nur gewinnbringend orientiere, sondern zukunftsorientiert wirke.

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