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Zoo : Rostock bekommt Zuwachs bei den Orang-Utans

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Tierische Familie ziert Parkhaus in der Innenstadt . Botschaft für den Artenschutz wird transportiert. Nachwuchs von Miri und Dinda wird im Frühjahr erwartet. #wirkoennenrichtig

Heute ist am Wiro-Parkhaus in der August-Bebel-Straße das neue Wandmotiv der Rostocker Künstlerin Ina Wilken enthüllt worden. Es zeigt eine Orang-Utan-Familie.

Zoo-Direktor Udo Nagel nutzte die Einweihung, um ein Geheimnis aus dem Darwineum zu verraten. Die Orang-Damen Dinda und Miri erwarten im Frühjahr Nachwuchs. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Wiro nun die Patenschaft für beide Orang-Utan-Gruppen im Zoo übernommen hat“, so Nagel. Die Wohnungsgesellschaft hatte vor vier Jahren die Patenschaft für Orang-Utan-Mädchen Surya sowie für die Galapagos-Riesenschildkröten übernommen.


Plädoyer für Familie und Artenschutz


„Mit dem Wandmotiv verbinden wir viele Themen, die uns als Wohnungsgesellschaft wichtig sind“, sagte Wiro-Geschäftsführer Ralf Zimlich. „Familie, Geborgenheit und Wohlfühlen. Aber als Partner des Zoos liegt uns auch der Natur- und Artenschutz am Herzen.“ Erneut hat die Künstlerin Ina Wilken dieses Anliegen bildhaft umgesetzt. Zimlich: „Das ist ihr unserer Meinung nach schon beim Eisbären-Hochhaus in der Südstadt ausgezeichnet gelungen. Wir hoffen, dass der eine oder andere Fußgänger, Rad- und Autofahrer beim Passieren des Parkhauses diese Gedanken aufgreift und wirken lässt.“ Die Malerin hat eine Botschaft mit ihrem Werk. Das rund 230 Quadratmeter große Wandbild zeigt ein Orang-Utan-Baby, das von einer Liane zur Mutter herunterklettern möchte. Die Mutter sitzt auf einem halb abgestorbenen Ast, der auf die stark gefährdeten Lebensräume der Menschenaffen aufmerksam machen soll. Die Mutter wiederum schaut zum Vater ihres Kindes, der offensichtlich lautstark brüllt. Gilt der Schrei dem Menschen? Das wird bewusst offen gelassen. „Wir sind verantwortlich für einen funktionierenden Kreislauf zwischen der Umwelt, den Tieren und Menschen“, so die Künstlerin Ina Wilken. „Insofern ist für mich das Wandmotiv mehr als die Verschönerung einer Fassade.“ Im Gegensatz zum Eisbären-Hochhaus hatte sie bei diesem Projekt mit dem starken Regen zu kämpfen, sodass sich die Fertigstellung etwas verzögert hatte.

Beim Zoo steht alles auf Vorfreude: Zum 800. Stadtgeburtstag kann er mit dem Nachwuchs bei den Orangs rechnen. „Sowohl die 13-jährige Miri als auch die 11-jährige Dinda erwarten im Frühjahr erstmals Jungtiere“, so Kuratorin Antje Zimmermann. Miri hat sich sehr gut in ihre neue Gruppe mit Sunda (41), Surya (4) und Ejde (37) eingelebt. Miri und Ejde sind immer noch frisch verliebt. Miri darf ihm sogar das Futter aus dem Mund stibitzen. Für Ejde ist es das vierte Kind, drei hatte er zuvor mit Sunda.


Ejde singt wieder Liebesständchen


Die selbstbewusste und auch dominante Orang-Utan-Dame hatte sich bereits im März in Ejde verguckt, lebte aber zu dieser Zeit noch mit Sabas (14), Hsiao-Ning (14) und deren jüngerer Schwester Dinda zusammen. Ihr Verhalten brachte das Gruppenleben durcheinander. Nach Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm durfte Miri am 17. Mai ins Nachbargehege ziehen. Eine schöne Begleiterscheinung: Ejde hat in seinem Werben für Miri wieder begonnen zu singen.

In unmittelbarer Nachbarschaft wird Gruppenchef Sabas nun zum zweiten Mal Papa. Bald-Mutti Dinda versteht sich sehr gut mit ihrer Schwester Hsiao-Ning. Von ihr lernt sie bereits viel im Umgang mit ihrem Baby Niah. Dinda ist wie auch Hsiao-Ning eine Handaufzucht und bekommt auf diese Art und Weise hautnahen „Mutterunterricht“.




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