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Lange Nacht der Museen : Rostock auf den Spuren Slüters

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Ausstellung zur Reformation im Kulturhistorischen Museum. 15 weitere Einrichtungen nahmen teil. #wirkoennenrichtig

Mit einem Feuerwerk ist Sonnabend im Klosterhof des Kulturhistorischen Museums zum zwölften Mal die Lange Nacht der Museen eröffnet worden. Insgesamt 16 Museen und kulturelle Einrichtungen in der Hansestadt beteiligten sich. Besonders viele Gäste zog es nach dem Eröffnungsauftakt dann ins Innere des Museums zur Sonderführung durch die neue Ausstellung „Das Netz des neuen Glaubens.“

Diese Ausstellung thematisiert die Jahre der Reformation in Mecklenburg und dem Ostseeraum. „Die Reformation feiert in diesem Jahr 500 Jahre Jubiläum und führte letztendlich dazu, dass wir uns sprachlich alle miteinander verständigen können. Denn die niederdeutsche Sprache geht auf diese geschichtliche Epoche zurück“, eröffnete Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums, seinen Rundgang. Ein wichtiger Themenschwerpunkt ist die Historie des deutschen Kaplans Joachim Slüter. „Er prägte entscheidend die Reformation in Rostock, indem er die lutherischen Kirchenlieder ins Niederdeutsche übersetzte und somit dem Volk verständlich machte“, erklärte Stuth weiter. Ein weiterer Höhepunkt der Führung ist die Besichtigung eines alten Messgewandes vom Altar der Nikolaikirche. „Die Kasel wurde im Vorfeld restauriert und gereinigt. Alleine dieses Vorhaben hatte 200 Arbeitsstunden in Anspruch genommen“, fügt Stuth hinzu. Letzter Halt der Führung ist ein großes Wandgemälde, welches die Rostocker Reformationsgeschichte von 1521 bis 1532 darstellt.

Es sind diese und die 15 weiteren Besichtigungsmöglichkeiten, welche die Lange Museumsnacht für Sebastian Heyer und Vater Horst Jahr für Jahr zum Pflichttermin machen. „Wir kommen immer her, weil die Atmosphäre der Einrichtungen stimmig ist und es immer etwas Interessantes zu sehen gibt“, erzählt Sebastian Heyer. Noch bis 5. November haben Besucher des Kulturhistorischen Museums die Möglichkeit, sich über die Ostsee-Reformation zu informieren.


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