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Rostock : Rhododendron im Lindenpark stirbt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mitarbeiter des Amts für Stadtgrün greifen zur Schere, um die Gehölze zu retten #wirkoennenrichtig

Der Rhododendron im Lindenpark stirbt und muss stark zurückgeschnitten werden, um ihn zu retten. Mitarbeiter des Amts für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege haben bereits einzelne Äste, aber auch schon ganze abgestorbene Gehölze entdeckt. Braunes und welkes Laub dient ihnen als Anzeiger für die Schäden. Gerade bei den sehr alten Rhododendren, die noch aus Zeiten der ehemaligen Friedhofsbepflanzung stammen, sei dies ein trauriger Anblick.

Um die Ursache zu finden, haben sich die Experten die Gehölze detektivisch vorgenommen. Zunächst gerieten Wühlmäuse in Verdacht, da sie gerne das Wurzelsystem abfressen, was sich negativ auf die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen sowie die Verankerung im Boden auswirkt. Eine nähere Untersuchung entlastete die kleinen Nager allerdings.

Stattdessen gehen die Experten nun von einem Zusammenhang mit den vielen Niederschlägen der vergangenen Wochen aus. Diese könnten den Befall durch Pilze befördern, wenn der Boden verdichtet ist und das überschüssige Wasser nicht abfließen kann. Folge kann eine Phytophtera-Erkrankung oder die Verticillum-Welke sein. Beide Pilze verursachen schwere Schäden. Abhilfe schafft meist nur ein Rückschnitt der befallenen Bereiche, um den Neuaustrieb anzuregen und die Infektionsquelle zu beseitigen. Bei der Phytophtera funktioniert das allerdings nur, wenn die Infektion über die Zweige und nicht über die Wurzel erfolgt ist.

Die Mitarbeiter des Amtes wollen die alten Rhododendren so weit möglich erhalten und daher die befallenen Gehölze bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Grundsätzlich sei ein Neuaustrieb bei dieser Gehölzart unproblematisch, erklären die Experten.

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