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Warnemünde : Reedereien bevorzugen kleine Terminals

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostock Port will Zelt gegen einen festen Bau ersetzen. Fertigstellung für 2020 anvisiert.

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Die Rostock Port GmbH strebt langfristig eine deutliche Aufwertung des Liegeplatz 8 am Kreuzfahrtterminal Warnemünde an. Darüber informierte Geschäftsführer Jens Aurel Scharner auf der jüngsten Sitzung des ansässigen Ortsbeirats.

Ausschreibung erfolgt europaweit

Das große Ziel ist es, perspektivisch am Liegeplatz 8 ein festes Terminalgebäude zu errichten, wie es auf dem benachbarten Platz 7 bereits steht. „Wir bauen ja derzeit immer vor Beginn der Kreuzfahrtsaison das temporäre Zelt auf und entfernen es nach der Saison wieder“, sagt Scharner. „Das ist einerseits nicht mehr zeitgemäß und andererseits auch mit viel Lärm und Kosten verbunden, daher streben wir diese dauerhafte Lösung an“, erklärt er.

Als zeitliches Etappenziel für ein festes Gebäude peilt das Unternehmen 2020 an. Bis dahin müssen alle Anforderungen zusammengetragen und geprüft werden. Das betrifft Faktoren wie zum Beispiel Lärm. „So ein Terminal hat auch eine bauliche Dimension, die dazu führt, dass wir europaweit ausschreiben müssen“, sagt Scharner.

Im Sommer könnten allerdings schon Entwürfe vorliegen, sodass im Herbst bereits die Grundplatte gebaut werden könnte. Das Gebäude soll dem benachbarten ähneln und über zwei Geschosse nicht hinausgehen.

„Die Reedereien wünschen sich heute eher kleinere Terminals, damit die Passagiere möglichst vom Bus über das Terminal bis ins Schiff nicht viel länger als drei Minuten benötigen“, weiß Scharner. Auch die Wirtschaftlichkeit ist ein wichtiger Aspekt. Deshalb wurde auch die Idee eines Terminals mit Parkhaus verworfen. Das sei Scharner zufolge nicht zu finanzieren und nehme den Warnemündern außerdem die Sicht.

Alternative Nutzung in der Nebensaison

Angesichts des Raummangels im Ostseebad könnte aber geprüft werden, ob außerhalb der Kreuzfahrtsaison eine andere Nutzung denkbar ist. Für ein Outlet-Center wird es im Ostseebad keine große Akzeptanz geben, vermutet Scharner. Weil aber Räume für Sport trotz der neuen Halle immer knapp seien, wäre auch eine solche Nutzung denkbar. „Aber dann sind natürlich die Fragen von Rettungs- und Fluchtwegen und ausreichend Toiletten zu berücksichtigen“, sagt er.

Mit Belustigung wurde die Idee aufgenommen, dass dort in der Zeit außerhalb der Kreuzfahrtsaison auch ein Seniorenspielplatz entstehen könnte.

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