Rostock : Rathausanbau steht frühestens 2020

Im Wettbewerb belegte das Büro BKSP aus Hannover mit seinem Entwurf Platz 1. Grafik: Architekturbüro BKSP
Im Wettbewerb belegte das Büro BKSP aus Hannover mit seinem Entwurf Platz 1. Grafik: Architekturbüro BKSP

KOE verhandelt mit Gewinnern des Realisierungswettbewerbs. Anpassungen wohl dringend erforderlich #wirkoennenrichtig

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19. November 2017, 16:00 Uhr

Nach dem Realisiserungswettbewerb für den Rathausanbau für 530 Mitarbeiter verhandelt nun der städtische Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) mit den drei Gewinnerbüros – zu Kosten und notwendigen Änderungen. Frühstens Anfang der 2020er-Jahre soll ein Anbau stehen können. Das berichtete Odett Freiberg, Stadtplanerin bei der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS), die den Wettbewerb ausgeschrieben hatte, im Ortsbeirat Stadtmitte. Einen Zeitplan gebe es allerdings nicht, betonte sie, aber die theoretisch logische Abfolge – und damit mögliche Zeitkalkulation.

Zwei bis drei Monate würden die Gespräche der Büros mit dem KOE sicherlich dauern. „Die haben, was die Kosten anbelangt, alle sehr unterschiedliche Angebote gemacht“, so Freiberg. „Wenn es zu einem Auftrag kommt, gehe ich davon aus, dass die mindestens das ganze nächste Jahr brauchen werden“, so Freiberg. 2019 könne dann ausgeschrieben werden.

„Es hat sich herausgestellt, dass das ein sehr komplexer Standort ist“, so Andreas Herzog (SPD), der als Ortsbeiratsmitglied am Wettbewerb beteiligt wurde. „Es wurden viele Vorgaben gemacht und keiner hat sie eingehalten.“ Insbesondere die Höhen seien von den 15 zum Wettbewerb zugelassenen Büros teilweise massiv überschritten worden. „Der Spitzenreiter war bei acht Metern über den Vorgaben“, so Herzog. Als 2013 die Idee des Rathausanbaus konkreter wurde, waren 7200 Quadratmeter im Gespräch für 400 Mitarbeiter, jetzt 9000 für 530. „Das führte sicherlich dazu, dass wir solche Klopperbauten als Vorschläge bekommen haben“, so Herzog.

Planmäßig sollen in den Rathausanbau zwei große Ämter – Migrationsamt und Ortsamt Stadtmitte – einziehen und je einen oder einen großen gemeinsamen Wartebereich bekommen. „Aber wir wissen noch nicht ganz genau, was für Ämter dort reinkommen“, sagt Freiberg, „erst wenn der Bauantrag erarbeitet wird, geht die Diskussion richtig los“. Dazu sind ein neuer Bürgerschafts- und ein weiterer Hochzeitssaal im neuen Rathausanbau vorgesehen. „Der alte Bürgerschaftssaal steht unter Denkmalschutz. Das ist auch der Grund, warum Belüftung und Fluchtwege nicht gemacht werden können“, so Freiberg. Da die Stadt mittlerweile eine neue Stellplatzsatzung hat, müssten die nötigen Parkplätze für den Anbau nachberechnet werden. Diese sollen in der Tiefgarage untergebracht werden so wie auch 90 Fahrradstellplätze für Mitarbeiter. 90 weitere für Besucher sollen draußen eingerichtet werden.

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