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Börgerende : Radweg bleibt gesperrt

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Steilküsten-Abbrüche zwischen Börgerende und Nienhagen. Es ist noch unklar, ob der Pfad aufrecht erhalten bleiben kann. #wirkoennenrichtig

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erstellt am 31.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Kurz nachdem Sturmtief Axel Anfang des Jahres über den Norden hinwegzog und reichlich Schäden hinterließ, musste auch der Küstenradweg zwischen Börgerende und dem Gespensterwald im Ostseebad Nienhagen gesperrt werden. „Achtung! Abbrechende Steilküste, Lebensgefahr!“ warnt ein Schild seitdem Spaziergänger und Fahrradfahrer. Wie lange dieses noch den Weg blockiert, ist aber weiterhin unklar.

„Das Hochwasser hat die Steilküste an einigen Stellen unterspült“, beschreibt Diana Schröder von der Tourist-Info in Börgerende-Rethwisch die Situation. Uwe Ziesig, Leiter des zuständigen Ordnungsamtes vom Amt Doberan Land, hat sich bereits kurz nach Jahresbeginn selbst ein Bild vom Zustand gemacht: „An einigen Stellen ist es vom Radweg nur noch maximal zwei Meter bis zur Steilküste.“ Zu gefährlich, um den Weg weiterhin für Radfahrer und Fußgänger offen zu halten. Die Mitarbeiter des Bauhofes in Börgerende-Rethwisch stellten Sperren und Warnhinweise auf.

„Das Komplizierte an der Situation ist, dass es sich hier um einen geförderten Radweg handelt“, so Ziesig, der die Schäden nach seiner Besichtigung dem Landkreis Rostock gemeldet hat. Für den Bau hat die Gemeinde Börgerende-Rethwisch damals Fördermittel erhalten, musste folglich nicht die gesamten Kosten tragen. Bevor jetzt gehandelt werden könne, müsse daher erst einmal geklärt werden, welche Bedingungen, Zuständigkeiten und eventuell auch Möglichkeiten sich durch die Förderung ergeben. „Und wir müssen jetzt schauen, ob der Radweg aufrecht erhalten bleiben kann“, sagt der Leiter des Ordnungsamtes.

Eine mögliche Variante, den Weg zu erhalten, sei, den Streckenverlauf an den Stellen, an denen die Steilküste bis auf wenige Meter abgebrochen ist, zu verlegen. „Aber bevor das gemacht werden kann, müssen erst einmal die Grundstücke erworben werden, über denen die Trasse dann verlaufen soll“, weiß Ziesig. In diesem Fall würde sich dann wieder die Frage stellen, wer die Kosten hierfür trägt und ob gegebenenfalls erneut Fördermittel beantragt werden können.

Das gesperrte Teilstück gehört zum Ostseeküsten-Radweg, der auf einer Länge von rund 670 Kilometern von Lübeck bis zum Seebad Ahlbeck führt. Von Urlaubern und Einheimischen wird der Weg, der direkt an der Ostsee verläuft, gern genutzt – auch jetzt noch trotz der Gefahren. „Es gibt Leute, die die Absperrung einfach beiseite schieben und dort entlanglaufen“, weiß Schröder.

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