zur Navigation springen

Warnemünde : Protestler pochen auf Beschlüsse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Interessengemeinschaft Fährhafen ist gegen Hochhäuser auf der Mittelmole und formiert erneut Widerstand. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 18.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Die Interessengemeinschaft (IG) Alter Fährhafen aus Warnemünde lässt in Sachen Mittelmole nicht locker. Die Bürgerinitiative will sich nicht von der Stadtverwaltung und dem Wohnungsunternehmen Wiro die einst gefassten Bürgerschaftsbeschlüsse geräuschlos kippen lassen. Daher formiert sich jetzt erneut Protest. Nach einer Präsentation im Ortsbeirat Warnemünde wandte sich die Initiative an Rostocks Bürgerschaftspräsidenten Wolfgang Nitzsche (Linke). „Wir hoffen auf seine basisdemokratische Unterstützung“, sagt Sprecher Heiko Schulze. Schon im Jahre 2015 hatte Nitzsche den Rostocker Oberbürgermeister angemahnt, dass er sich als Verwaltungschef an geltende Bürgerschaftsbeschlüsse zu halten habe.

Das sieht die Interessengemeinschaft erneut in Gefahr: Nach Bekanntwerden vom Verlauf und Ergebnis einer Beratung zwischen Oberbürgermeister, Vertretern der Bürgerschaftsfraktionen, Ortsbeirat, Stadtplanungsamt und Wiro am 13. Juli fühlen sich die Bürger vor den Kopf gestoßen. „Der Oberbürgermeister vertritt die Ansicht, dass Bürgerschaftsbeschlüsse eine Halbwertzeit von zwei Jahren haben und diese als Prüfauftrag ausgelegt werden können“, sagt Schulze. Daher hat Alexander Prechtel (CDU) vom Ortsbeirat Warnemünde reagiert. „Der Oberbürgermeister wird beauftragt, den Beschluss der Bürgerschaft 2014/AN/0070 vom 1. Oktober zügig umzusetzen“, fordert er in einem Schreiben.

Was die Bürgerinitiative nervt: „Es scheint auf eine Insellösung hinauszulaufen“, so Schulze. Aus einem internen Papier geht hervor, dass statt maximal viergeschossigen Gebäuden ein Hochhaus-Quintett geplant ist. Das fünfte Hochhaus ist das der Wiro. „Damit ist ein Blick auf den Alten Strom fast nur von Kreuzfahrtschiffen möglich“, kritisiert Schulze. Den eigentlichen Skandal sieht er darin: „Dieses Vorgehen untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung und das demokratische Zusammenspiel von Bürgerschaft, Verwaltung und Wiro.“ Deshalb fordert die Initiative von Nitzsche, konsequent einzuschreiten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen