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Rostock : Polizeischüler treten ihren Dienst an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stärkster Jahrgang in der Geschichte des Landes in der Rostocker Stadthalle vereidigt #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 20:55 Uhr

Ihre Kraft dem Volk und dem Land widmen, die Gesetze verteidigen und Gerechtigkeit üben – das haben 275 junge Polizeianwärter heute in der Rostocker Stadthalle geschworen. Mit dem Ablegen des Eides hat Mecklenburg-Vorpommern sie offiziell in den Dienst aufgenommen. Die 72 Frauen und 203 Männer bilden den stärksten Einstellungsjahrgang seit Gründung der Fachhochschule für Verwaltung, Polizei und Rechtspflege mit Sitz in Güstrow.

„Sie haben sich für einen interessanten, vielseitigen, aber auch anspruchsvollen Beruf entschieden, der rechtliches und technisches Know-how, aber auch soziale Kompetenzen erfordert“, sagt Hochschuldirektorin Marion Rauchert. Sie unterstrich, dass trotz des auch bei der Landespolizei spürbaren Fachkräftemangels die Anforderungen nicht gesenkt würden. Stattdessen wolle sie die Bedingungen in Güstrow verbessern. 90 Prozent schlössen ihre Ausbildung zum Polizeimeister oder das Studium im Vollzugsdienst erfolgreich ab, meist in Regelstudienzeit, so Rauchert. Für viele der zwischen 16 und 35 Jahre alten Polizeianwärter geht mit ihrer Vereidigung ein Kindheitstraum in Erfüllung: „Ich wollte schon seit der 4. Klasse Polizistin werden“, sagt Lena aus Celle. Neben der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz in ihrer niedersächsischen Heimat sei weiter nur MV infrage gekommen, sagt die 20-Jährige. Auch die 18-jährige Lisa aus Rostock ist glücklich, den Beruf zu ergreifen: „Es ist so eine vielfältige Arbeit, kein Tag ist wie der andere.“ Zudem reize die sportliche Komponente, so die junge Frau.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) betonte die steigende Bedeutung der Arbeit der Polizei: „Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren verändert, durch Zuwanderung und durch islamistischen Terror“, sagte Caffier. Mit Verweis auf die Geschehnisse beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg mahnte er den Nachwuchs, stets Rechte und Pflichten zu kennen: „Wenn Linksextreme Straßenschlachten beginnen, brauchen wir an vorderster Front keine Höflichkeit, sondern Wasserwerfer“, so der Innenminister. Party-Exzesse wie während des Gipfels in einer Berliner Gruppenunterkunft würde er in MV nicht dulden. Insgesamt wolle er die Landespolizei modernisieren und mithilfe der jungen Anwärter die mediale Präsenz in sozialen Netzwerken stärken, so Caffier.

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