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Warnemünde : Ostseebad braucht Masterplan

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadtverwaltung will bis 2018 Gesamtkonzept für Warnemünde entwickeln. Bebauung von Mittelmole und Werftbecken im Fokus . #wirkoennenrichtig

Mehr Kreuzfahrtschiffe und Stärkung des Tourismus oder mehr Platz für Gewerbe und Wohnungen für Einheimische? Wohin die strukturelle Entwicklung des Ostseebads steuern soll, haben Stadtplaner und Einwohner am Dienstag in einem Forum zur Bebauung des Werftbeckens heiß diskutiert – ohne endgültiges Ergebnis.

„Wie soll ich im April entscheiden, was aus dem Werftbecken werden soll, wenn noch immer nicht klar ist, wo wir eigentlich hinwollen“, fragt Bürgerschaftsmitglied Helge Bothur (Linke). Man dürfe nicht vom Kleinen ins Große denken, sondern müsse eine gesamtheitliche Richtung vorgeben und verfolgen, so Bothur. So habe die Bürgerschaft bereits 2011 ein Strukturkonzept für Warnemünde gefordert, die Stadt aber bis jetzt kein gesamtheitliches Entwicklungsziel vorgelegt. „Die Verwaltung hat ihren Job nicht gemacht“, sagt Bothur.

Stadtplanerin Anja Epper reagierte prompt und informierte über die Arbeit am Masterplan Warnemünde „Am Seekanal“. Der soll nicht nur die Bebauung des Werftbeckens und der Mittelmole beinhalten, sondern auch Flächen für Gewerbe ausweisen und untersuchen, wie viel Kreuzschifffahrt und Tourismus das Ostseebad vertragen kann, so Epper. „Aber ohne eine Entscheidung zum Werftbecken können wir schlecht weitermachen“, sagt Epper. Denn die sei auch Grundlage für den Masterplan Warnemünde.

So ein Masterplan klinge zwar gut, zustimmen könne er dem als Bürgerschaftsmitglied aber nicht, sagt Bothur, da der ebenso wenig verbindlich sei wie vorherige Konzepte und Pläne. „Zudem können wir uns zeitlich nicht unter Druck setzen lassen, nur weil 2019 eine Förderperiode endet“, sagt der Warnemünder. Die würde der Hansestadt Zuschüsse vom Land für den bis zu 70 Millionen Euro teuren Umbau des Werftbeckens ermöglichen – aber nur bei rechtzeitigem Einreichen eines Antrags. „Wir richten uns nicht vorrangig nach der Förderperiode, aber mit dem Kauf der Fläche haben wir eine gesellschaftliche Verpflichtung zu erfüllen. Ansonsten müssen wir die Summe für den Umbau allein aufbringen“, sagt Anja Epper.

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