Mittelmole Warnemünde : Ortsbeirat: „Wir drehen uns im Kreis“

Beim Thema Mittelmole geht es in Sachen Planung nicht weiter, kritisieren der Ortsbeirat und die Warnemünder. Sie warten noch immer auf die angekündigte Visualisierung der Bebauung. Derzeit dient das Filetgrundstück als Parkplatz.
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Beim Thema Mittelmole geht es in Sachen Planung nicht weiter, kritisieren der Ortsbeirat und die Warnemünder. Sie warten noch immer auf die angekündigte Visualisierung der Bebauung. Derzeit dient das Filetgrundstück als Parkplatz.

Fortschreibung des Strukturkonzeptes stößt auf wenig Gegenliebe. Mitglieder pochen auf Zehn-Punkte-Plan und 3D-Visualisierung #wirkoennenrichtig

svz.de von
14. Januar 2018, 16:00 Uhr

Bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung haben Stadtplanerin Anja Epper und Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalplanung (BSR) reichlich Kritik einstecken müssen. Sie hatten die 1. Fortschreibung des Strukturkonzepts für Warnemünde vorgestellt. Die Kritik richtete sich nicht gegen die beiden persönlich, sondern war mehr an Rostocks Oberbürgermeister und die Wiro adressiert. Denn sie würden den 2014 von der Rostocker Bürgerschaft beschlossenen Zehn-Punkte-Plan zur Mittelmole eher wie einen Prüfauftrag behandeln.

In diesem Plan wurden damals die maximalen Geschosshöhen für die Bebauung der Mittelmole festgelegt, ebenfalls die Anzahl der Wohnungen. Außerdem stand dort, dass das Südende vom Alten Strom nicht bebaut werden soll, auch gegen gigantische Parkhäuser sprach es sich aus. „Wir fordern von der Verwaltung, dem Oberbürgermeister und der Wiro in diesem Punkt die Blockadehaltung aufzugeben“, so Beiratsmitglied Helge Bothur (Linke). „Sie sollen aufhören, die Fortschreibung weiter zu behindern, das ist schädlich für Warnemünde“, kritisierte er.

Bothur erinnerte an eine Beratungsrunde am 13. Juli 2017, in der Rostocks OB den Teilnehmern deutlich zu verstehen gegeben habe, dass er nicht bereit sei, die im Bürgerschaftsbeschluss vom Oktober 2014 festgelegten Vorgaben auch umzusetzen. Den Warnemündern war es in der Sitzung zu wenig Greifbares, was die beiden Planer zum Strukturkonzept vorstellten. „Wir drehen uns im Kreis“, kritisierte Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). Die seit sieben Monaten von der Wiro in Aussicht gestellte 3D-Visualisierung liege immer noch nicht vor. „Das kriegt doch selbst eine mittelmäßige Ingenieurs-Klitsche in zwei Monaten hin“, so Prechtel. Er vermute dahinter die Sorge der Wiro, dass bei einer von allen erwarteten Visualisierung mit Achtgeschossern das Abweichen vom Zehn-Punkte-Plan deutlich werde.

Weiteren Unmut gab es in der Sitzung darüber, dass das Parken unter den Dünen noch nicht vom Tisch sei. Der Beirat, verschiedene Gutachter und die meisten Warnemünder lehnen das Vorhaben ab, um den Parksuchverkehr aus dem Seebad fern zu halten. Die Stadtplaner informierten darüber, dass bis Mitte des Jahres die Mühlenstraße Thema einer Infoveranstaltung werden soll, um auch dafür eine Vorlage für die Bürgerschaft zu erarbeiten. Trotzdem forderte der Beiratsvorsitzende Prechtel, bis spätestens April 2018 greifbare Ergebnisse vorzulegen, inklusive einer 3D-Visualisierung.

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