Warnemünde : Ort zum Ausspannen und Tanzen

Zur Foto-Session gibt es weiße Hemden. Ansonsten soll der Kleidungsstil des Teams eher lässig sein: Die Inhaber Olaf und Kathrin Weber mit ihrem neuen Kaffeehausleiter Arne Ziesemer (l.).
Zur Foto-Session gibt es weiße Hemden. Ansonsten soll der Kleidungsstil des Teams eher lässig sein: Die Inhaber Olaf und Kathrin Weber mit ihrem neuen Kaffeehausleiter Arne Ziesemer (l.).

Noch vor Weihnachten soll Weber’s Mein Kaffeehaus in der Mühlenstraße eröffnen. Hier ist Kathrin Weber die Tortenbäckerin.

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09. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Derzeit sieht man Olaf Weber in der Mühlenstraße ständig von einer Seite auf die andere flitzen. Auch wenn der Eindruck nahe liegt: Mit dem Entwickeln einer neuen Sportart hat das nichts zu tun. Im Gegenteil: Die Emsigkeit hängt mit der Expansion des Unternehmens zusammen. Auf der einen Seite befindet sich Webers Stoppelhoppser-Geschäft, auf der gegenüberliegenden entsteht Weber’s Mein Kaffeehaus. Die Zeit bis zur Eröffnung sitzt ihm und seiner Frau Kathrin im Nacken. Noch vor Weihnachten wollen die beiden die Türen öffnen. Einen Wunschtermin haben sie bereits im Auge. Aber sie wissen nicht, ob sie den schaffen, ihre Tage sind seit Wochen eher 16 Stunden lang: „Es ist der 14. Dezember, das ist unser erster Hochzeitstag, da haben meine Frau und ich vor einem Jahr in der Vogtei beim letzten Termin des Jahres geheiratet“, erzählt der gebürtige Erzgebirger. Webers haben bereits vor der Eröffnung personell expandiert: Arne Ziesemer aus Warnemünde wird der Kaffeehausleiter. Den 29-Jährigen führt der fröhliche Chef gern als Schwiegermutters Liebling bei den Kunden ein.

In der nächsten Woche kommen die Möbel, es werden vier Kronleuchter gehängt und allerlei Ideen umgesetzt. Die Glasscheiben der Fenster haben mit einem Muster eine romantische Note erhalten. Das Kaffeehaus soll perspektivisch sieben Tage die Woche zwischen 10 und 18 Uhr öffnen. Über die Festtage gönnen sich die beiden eine kleine Verschnaufpause: „In diesem Jahr schließen wir über die Feiertage, wir müssen drei Tage Kraft tanken“, sagen sie.

Dann geht es mit Volldampf im neuen Jahr weiter. Die Buchungsbücher füllen sich. „Die Nachfrage ist groß“, sagt Olaf Weber, der mit seiner Erzgebirger Mentalität Entertainer-Qualitäten entwickelt und schnell einen fröhlichen Draht zu den Kunden entwickelt. Er hört gut zu und greift die Wünsche mit auf. Gerade Senioren freuen sich auf die Eröffnung und dass sie sich hier treffen können, ohne dass eine Miete fällig wird und dass sie bei Bedarf sogar tanzen können, weiß Weber von Gesprächen. Und viele sind froh, dass es eine behindertengerechte Toilette und eine anstellbare Rampe für das Überwinden der Stufe gibt. Das schätzen vor allem Senioren, die mit Rollatoren und Rollstuhl unterwegs sind.

Das Tortensortiment seiner Frau Kathrin bleibt anfangs wie bisher im Stoppelhoppser. Bodenlose Quarktorten mit Sanddorn, Limette oder Erdbeere sowie gedeckten Apfelkuchen wird es geben. „Später entwickeln wir noch eine Rezeptur für Weber’s Schokokuchen“, verrät der Inhaber, dem die Freude auf das Geschäft anzumerken ist. Durch die Expansion mit dem Kaffeehaus entsteht auch im Stoppelhoppser ein Nebenjob.

Im Kaffeehaus wird es Croissiants statt Frühstück geben und 20 Biersorten. „Aber wir sind keine Kneipe“, betont Weber.

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