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Kunst : Originale für jedermann

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Frauenkulturverein Die Beginen bietet in seiner Artothek Werke verschiedenster Stilrichtungen zum Ausleihen an. #wirkoennenrichtig

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erstellt am 09.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Ob Malerei, Zeichnung oder Fotografie – Kunstwerke verschiedener Stilrichtungen und Größe sind ab heute beim Rostocker Frauenkulturverein Die Beginen zu sehen. Das Besondere daran: „Die Werke sind Teil unserer Artothek und können ausgeliehen werden“, sagt Kristin Beckmann-Natzius. Die Geschäftsführerin des Vereins hat sich mit diesem Projekt einen Herzenswunsch erfüllt und will damit jedermann die Chance bieten, das eigene Zuhause für mehrere Wochen mit echter Kunst zu schmücken, ohne diese kaufen zu müssen. „Denn es macht wirklich einen spürbaren Unterschied, ob man ein Original oder einen Druck zu Hause hängen hat – das merkt man.“


Ziel: Schwellenängste abbauen


Im Mai vergangenen Jahres hat der Verein die erste Runde der Artothek durchgeführt. „Das Prinzip an sich gibt es schon lange, es ist aber meist an Museen oder Sammlungen angegliedert, die Teile ihres Fundus’ verleihen“, sagt die 53-Jährige. Ihr geht es darum, die „Kunst ins Volk und die Künstlerinnen noch mehr in die Öffentlichkeit zu bringen“. Die Liste der Teilnehmerinnen, die etwas von sich zur Verfügung stellen, wechselt dabei ganz bewusst. „Bereits beim ersten Mal lief es gut und es wurde mehr als die Hälfte der Werke ausgeliehen“, sagt Kristin Beckmann-Natzius.

Interessenten kommen am Sitz des Frauenkulturvereins in der Rostocker Innenstadt vorbei, schauen sich die Werke von Christine Hielscher, Grit Sauerborn, Maria Raeuber und Heidi Schneekloth an und können dann entscheiden, ob sie etwas für die eigenen vier Wände leihen wollen. Der vertraglich fixierte Zeitraum variiert von einem bis drei Monate.

„Die Leihgebühren, die zu 100 Prozent an die Künstlerinnen gehen, richten sich nach den finanziellen Möglichkeiten“, erklärt die Vereins-Chefin. Ziel sei es, jedem – egal, ob gut oder weniger gut situiert – den Zugang zu Kunst zu ermöglichen. Und Schwellenängste abzubauen, denn durch die Möglichkeit der Leihe würden auch Menschen angesprochen, die nicht zu regelmäßigen Besuchern von Galerien, Museen und Auktionen gehören. „Die schönsten Rückmeldungen von Leihenden aus der ersten Runde war, dass sie sich mit dem Bild sehr wohlgefühlt haben“, sagt Kristin Beckmann-Natzius.

Sie plant schon die dritte Auflage der Artothek. Die soll, diesmal in Kooperation mit dem Kunstverein, am 15. Mai beginnen. Bereits jetzt stehen Juliane Laitzsch und Christoph Chciuk als teilnehmende Künstler fest. „Mein Traum wäre, den Pool der Künstler über die Landesgrenzen hinaus zu erweitern und am Ende natürlich auch Verkäufe der Werke zu erzielen“, so die Geschäftsführerin der Beginen, die sich freut, wenn Kunstinteressenten auch den Weg zum Verein finden. „Denn obwohl wir seit 2006 regelmäßig Ausstellungen anbieten, sind wir in Rostock noch nicht als Kunstadresse bekannt.“

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