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Warnemünde : „Neue Aufgabe ist eine Chance“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Christoph Wegner fängt am 1. Mai im Heimatmuseum als neuer Leiter an #wirkoennenrichtig

Mit vielen Ideen und Enthusiasmus tritt Christoph Wegner offiziell am 1. Mai seine Stelle als Leiter des Heimatmuseums Warnemünde an. Über seinen Werdegang und seine Pläne hat Journalistin Sabine Schubert mit dem 34-jährigen Hobbygärtner und Freizeitfußballer gesprochen.


Kennen Sie Warnemünde und das Heimatmuseum bereits?

Aber klar. Ich bin in Rostock geboren, in Völkshagen bei Marlow aufgewachsen und habe in der Hansestadt Geschichte und Politikwissenschaften mit dem Abschluss Magister studiert. Zudem hatte ich die Möglichkeit, im vergangenen Jahr ein Praktikum im Heimatmuseum zu absolvieren.
Wie ging es nach dem Studium weiter?
Unter anderem hatte ich eine auf sechs Jahre befristete Stelle an der Universität Rostock, wo ich in der Forschungsstelle Universitätsgeschichte an einem Projekt zur Vorbereitung des 600. Universitätsjubiläums 2019 gearbeitet habe. Anschließend habe ich als Historiker den Weg in die Freiberuflichkeit gewählt und bin bis jetzt mit einem Projekt des Heimatvereins Linstow beschäftigt. Dieser betreibt das Wolhynier-Umsiedlermuseum. Ich habe eine Plakatausstellung erarbeitet, die am 21. Mai präsentiert wird. Sie zeigt die Geschichte von 73 Familien, die es am Ende des Zweiten Weltkrieges aus der polnisch-ukrainischen Grenzregion Wolhynien nach Mecklenburg verschlagen hat. Nach einem Weg voller Ungewissheit und Leid siedelten die Wolhynien-deutschen 1945 die ehemalige Domäne Linstow auf und prägen bis heute das Gesicht des Dorfes. Und ich habe mit Vorarbeiten für ein weiteres Projekt begonnen, die ich in kompetente Hände geben konnte.
Warum haben Sie sich als Museumsleiter im Ostseebad beworben?

Ich kenne Warnemünde. Und ich kenne nach dem Praktikum das Heimatmuseum schon ein wenig. Für mich der ideale Arbeitsort, zumal ich im Haus meiner Eltern nicht allzu weit entfernt wohne. Zudem sind die neue Aufgabe für mich als Historiker Chance und Herausforderung zugleich.
In den vergangenen Tagen konnte man Sie vor dem eigentlichen Start bereits im alten Fischerhaus in der Alexandrinenstraße 31 antreffen. Warum?
Ich habe Professor Schulz und Barbara Dümke bei ihren Führungen begleitet, schließlich möchte ich diese auch gern selbst durchführen. Zudem hat mir Renate Gerhard Einblick in die Depots gegeben. Und wir haben die Museums-Vitrine im Cruise-Center auf Vordermann gebracht, mit schönen Stücken englischer Keramik versehen und insgesamt sehr maritim gestaltet. Vielleicht finden so ja noch mehr Passagiere den Weg zu uns.
Worin sehen Sie Ihre Hauptaufgabe?

Neben dem laufenden Betrieb im geplanten Umbau der Dauerausstellung. Ich bin sehr froh, erfahrene Mitstreiter wie Professor Schulz und Renate Gerhard, vor allem aber auch den Vereinsvorstand und Kathrin Möller, die das Konzept maßgeblich erarbeitet hat, an meiner Seite zu haben. Sind die Umbauarbeiten abgeschlossen, dann gilt es, mit neuen Ideen auch an die Gestaltung einer neuen Sonderausstellung zu gehen.
Setzen Sie auch auf ein gutes Verhältnis zu den Warnemündern?
Aber natürlich, schließlich ist es doch ihr Museum. Gerade hinsichtlich der Dauerausstellung ist auch deren Mittun gefragt. Das Konzept sieht unter anderem vor, dass wir einen Platz schaffen, wo die Warnemünder für sie besondere, bedeutsame Objekte und ihre dazugehörige Geschichte des 20. Jahrhunderts für eine gewisse Zeit präsentieren können. Schön wäre es, wenn dieser oder jener schon mal auf dem Dachboden oder im sonst verschlossenen Schrank stöbern würde.



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erstellt am 25.Apr.2017 | 08:00 Uhr

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