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Debatte : Museumsleiter will den Neubau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Archäologie des Landes sei am Rostocker Stadthafen authentisch auszustellen. Gebäude des Schifffahrtsmuseums setze Grenzen. #wirkoennenrichtig

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erstellt am 02.Okt.2017 | 07:50 Uhr

In zwei Wochen startet Prof. Hans-Jörg Karlsen nach anderthalbjähriger Vorbereitung den neuen Studiengang Ur- und Frühgeschichte an der Universität Rostock. Auf die Studenten des ersten Semesters wartet dabei eine besondere Aufgabe – sie sind an der Ausgestaltung des künftigen Archäologischen Landesmuseums beteiligt. Denn Lehrstuhlinhaber Karlsen ist gleichzeitig der Museumsleiter und hat die Mitwirkung der Studenten „mit frischen Ideen an der Ausstellungsplanung und -gestaltung“ schon bei der Erstellung der Studiengänge mit verankert.

Doch dafür braucht es genügend Platz. „Denn wir können es nicht bei einem Gang entlang von Vitrinen bewenden lassen“, sagt Karlsen. „Für das Einbringen von Ideen ist unbedingt ein modulares und flexibles Raumsystem notwendig. Raumgreifende Ausstellungsobjekte werden zudem erst durch entsprechend großzügiges Umfeld erlebbar, Medieninstallationen benötigen angemessene Projektionsflächen.“ So könnte zum Beispiel im frei zugänglichen Foyer ein Fund des Monats präsentiert werden, der bisher nur auf der Webseite des Landesamtes zu finden ist und als Ausstellungsobjekt Interesse beim Laufpublikum wecken könnte.

„Das Museum profitiert hier von seiner späten Geburt, es kann also von anderen Projekten und Neugründungen lernen“, erklärte Karlsen, der sich eindeutig für den Stadthafen als Standort ausspricht. „Gebäude wie das Schifffahrtsmuseum – mit allen Zwängen vorgegebener Raumfluchten, denkmalpflegerischer Belange und einer eher peripheren Lage im Stadtbild – setzen diesem Vorhaben dagegen von vornherein empfindliche Grenzen.“

Ein Neubau im Stadthafen würde nach 25-jährigem Vakuum die entsprechende Chance auf ein Museum mit Strahlkraft bieten – und das an einem Ort, an dem auch „das Thema Unterwasserarchäologie als spezifisches Element der Archäologie dieses Landes glaubhaft vermittelt werden könnte“, so der Lehrstuhlinhaber, der bei der inhaltlichen Ausgestaltung auf die Schlagworte „Mensch, Archäologie und Meer“ setzt und in der Dauerausstellung einen Überblick über die gesamte, mit archäologischen Mitteln zu erforschende Geschichte des Landes geben will.

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