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Rostock : Museen zeigen Schätze bei Nacht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zum 11. Mal öffnen Rostocks Kulturstätten ihre Türen bei Dunkelheit. Rund 4000 Besucher erwartet. Traditionsschiff nimmt nicht teil #wirkoennenrichtig

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erstellt am 19.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Einmal im Jahr, wenn die Uhren von der Sommerzeit wieder zurückgestellt werden, nutzen Rostocks Museen die Gunst der langen Nacht, um ihre Schätze in einer besonderen Atmosphäre zu präsentieren – bei Dunkelheit. Zum elften Mal begeht die Hansestadt am 28. Oktober von 18 Uhr bis Mitternacht die Lange Nacht der Museen. Erstmals wird dabei auch das Herzogliche Palais hinter dem Barocksaal geöffnet. Das Traditionsschiff in Schmarl ist in diesem Jahr nicht mehr Teil der kulturellen Veranstaltung.

In den Vorjahren habe die Lange Nacht gut 4000 Besucher angelockt, ein Richtwert, den Kulturamtsleiterin Michaela Selling wieder erreichen möchte. „Wir hatten immer viel Zulauf. Um den zu halten, müssen wir die Veranstaltung aber immer wieder in ein neues Gewand verpacken“, sagt sie. So habe der Tag des offenen Denkmals gezeigt, dass großes Interesse am Barocksaal und dem Herzoglichen Palais bestehe. „Die Frage, wozu man ein Schloss mitten in Rostock braucht, wird in Führungen beantwortet, die vom Kulturhistorischen Museum geleitet werden“, so Selling.

Im Klosterhof des selbigen beginnt die Nacht wie in den Vorjahren mit einem Feuerwerk um 18 Uhr. Danach folgen verschiedene Führungen, Puppentheater und Filmsequenzen. Auch die Zoologische und Archäologische Sammlung der Universität rund um den Uniplatz zeigen ihre Exponate und Forschungsobjekte.

Das Schifffahrts- und Schiffbaumuseum auf dem Traditionsschiff, das nach Rostocks erstem Bürgerentscheid in Schmarl bleiben darf, nimmt in diesem Jahr nicht an der Langen Museumsnacht teil – jedoch nicht aus politischen Gründen. „Sicher wäre es gut, ein Zeichen zu setzen und teilzunehmen. Gemessen an den geringen Besucherzahlen zur Museumsnacht haben wir uns aber dagegen entschieden“, sagt Museumsleiterin Kathrin Möller. So hätten engagierte Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche im vergangenen Jahr ein volles Programm organisiert, das letztlich nur eine handvoll Gäste genutzt hätten. Es passe nicht ins Format, da der Anreiseweg gemessen an der Zeitspanne der Veranstaltung zu lang sei. Allerdings gebe es bereits andere Ideen, das Tradi in den Fokus zu rücken: bei Veranstaltungen im IGA-Park wie der Lichtklangnacht und ähnlichen. Bei der Langen Nacht der Museen soll das Tradi-Museum dennoch eine Rolle spielen: Mit „Bilderrätseln – wenn Kapitänsbilder Geschichten erzählen könnten“ ist Kathrin Möller zu Gast bei der Geschichtswerkstatt im Kröpeliner Tor.

Ziel der Nacht sei es vor allem, auch jüngeres Publikum anzulocken: „Wir wollen die ganze Breite der Museumsarbeit präsentieren, Orte in besonderem Licht zeigen und Einblicke in sonst versteckte Sammlungen geben“, sagt Möller, die seit knapp zwei Wochen auch neue Chefin des Museumsverbands MV ist.

Das Programm: www.lange-nacht-der-museen-rostock.de Karten gibt es in den Museen, Tourismuszentralen, Kundenzentren der RSAG

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