zur Navigation springen

Rostock : Munition auf der Baustelle: Neue Kita muss warten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadtmission stoppt Arbeiten im Krischanweg in Reutershagen wegen Munitionsfund. Fertigstellung Ende 2018 anvisiert. Bau von Zentralküche geplant #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Dort, wo sich bis Anfang des Jahres noch die Luther-St.-Andreas-Gemeinde zum Gottesdienst traf, will die Diakonie Rostocker Stadtmission ihre zehnte Kindertagesstätte bauen. Denn die Nachfrage nach Plätzen in Innenstadtnähe ist groß, so die Vorstandsvorsitzende Vera Blum-Pürckhauer. Im Februar hatte die Gemeinde, die einen Standort in der Schumannstraße beziehen wird, das Kirchgebäude im Krischanweg geräumt, die Abrissarbeiten begonnen. Noch dieses Jahr sollte die Kita fertig werden, doch wegen eines Munitionsfundes liegen diese jetzt auf Eis.

„Während der Bohrarbeiten wurde in etwa drei Metern Tiefe etwas Verdächtiges gefunden. Nun steht fest, dass es sich um einen Munitionsfund handelt“, sagt Blum-Pürckhauer. Der muss jetzt erst einmal beseitigt werden. Fest steht deshalb: In diesem Jahr wird die Kita nicht mehr fertig. Doch das Warten hat sein Gutes: Nachdem ein Antrag auf Fördermittel abgelehnt wurde, bekommt die Stadtmission jetzt doch Bundesfördermittel für Krippenbau in Höhe von 580 000 Euro. „Das wird direkte Auswirkungen auf die Elternbeiträge haben“, sagt Stadtmissions-Chefin Blum-Pürckhauer.

Für etwa 2,7 Millionen Euro soll ab dem Frühjahr 2018 in etwa einem Jahr Bauzeit die zweigeschossige Einrichtung für 111 Kinder entstehen – davon 71 Plätze in der Kita und 40 in der Krippe. Es wird zwei integrative Gruppen für Kinder mit Beeinträchtigungen geben, die mit Migrationshintergrund werden in normale Gruppen integriert.

Das 1700 Quadratmeter große Grundstück im Krischanweg gehörte bis vor Kurzem noch der Innenstadtgemeinde. Durch einen Erbbaurechtvertrag darf die Stadtmission jetzt dort bauen. Der Sakralraum der ehemaligen Kirche bleibt bestehen, die Diakonie will ihn für eigene Veranstaltungen nutzen. Zuvor muss jedoch auch dieser saniert werden. „Aber die Kita hat Priorität“, sagt Blum-Pürckhauer. Weitere Projekte, die die Stadtmission angehen will, sind die Erweiterung der Grundschule in Kavelstorf sowie der Neubau einer Zentralküche, von der aus alle Kitas und Pflegeheime in Trägerschaft der Diakonie versorgt werden. Ein Grundstück in Roggentin habe der Verein bereits gekauft, so Blum-Pürckhauer.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen