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Rostock : Mühlendamm-Schleuse: Studie verzögert sich

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Inros Lackner überprüft für die Hansestadt die Wiederöffnung der Anlage. Ergebnisse liegen erst im nächsten Jahr vor #wirkoennenrichtig

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erstellt am 14.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Die Entscheidung über die Zukunft der Rostocker Mühlendammschleuse zieht sich weiter hin. Obwohl für November erwartet, sollen jetzt erst im kommenden Frühjahr die Ergebnisse einer entsprechenden Machbarkeitsstudie präsentiert werden. Damit hat die Hansestadt die Firma Inros Lackner beauftragt. Gegenstand der rund 100 000 Euro teuren Untersuchung ist die „Möglichkeit einer Wiederaufnahme des touristischen Boots- und Schiffsverkehrs zwischen Ober- und Unterwarnow einschließlich einer touristischen Basiseinrichtung mit einer Einbindung einer funktionierenden Mühlendammschleuse“, erklärt Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD).

Passend dazu würde regelmäßig ein eigens gegründeter Arbeitskreis zusammenkommen. Dazu gehören Vertreter verschiedener Ämter der Stadt sowie des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, des Wasser- und Schifffahrtsamtes, des Landkreises Rostock, der Tourismuszentrale der Hansestadt und des Vereins Mühlendammschleuse, der sich für den Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles einsetzt.

Hauptdiskussionspunkte seien die Lage des Naturschutzgebietes, aus dem die Hansestadt Rostock ihr Trinkwasser gewinnt, sowie die technische Lösungsfindung – wie die Schleuse wiedereröffnet werden kann. Untersucht werde auch, wie sich das offenkundige Potenzial des Schleusengeländes als Naherholungsgebiet und dessen „Einbindung als Start oder Zielort von Rostocker Entwicklungsthemen wie der Bundesgartenschau, der Stadthafenentwicklung und dem Warnowhopper“ nutzen lassen könnten, heißt es vonseiten des Senators.

Aktuell ist der Bund Eigentümer der Schleuse, würde sich aber gern davon trennen und sogar 50 Prozent der auf rund vier Millionen Euro geschätzten Sanierungskosten übernehmen – wenn klar ist, wer den Rest trägt. Komplett bezahlen würde der Bund eine Stilllegung und Verfüllung der Anlage sowie den Bau einer Bootsschleppe für die Wassersportler. Die Hansestadt wiederum würde die Mühlendammschleuse nach Sanierung und Automatisierung übernehmen und künftig betreiben. Das hatte der Senator noch im Mai beim Vor-Ort-Besuch des Petitionsausschusses des Bundestages versichert.

„Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, eine Lösung zu finden, die den engagierten Bemühungen des Mühendammschleusenvereins und seinen zahlreichen Unterstützern ausreichend Rechnung trägt“, so Müller-von Wrycz Rekowski. Die Machbarkeitsstudie solle deshalb mehrere Varianten prüfen und gewichten.

Detlef Krause sieht die aktuellen Bemühungen zweigeteilt. „Wir sind zwar sehr froh, erstmals in die Diskussionen voll mit einbezogen zu sein, aber es dauert natürlich schon wieder viel zu lange“, so der Vorsitzende des Vereins zum Erhalt der Schleuse. „Ich habe aber die leise Hoffnung, dass es gut ausgeht, wenn man sachlich an das Thema herangeht“, erklärt er.

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