Stadtarchiv : Lesesaal erstrahlt in neuem Glanz

Über den modernen Lesesaal freut sich Karsten Schröder, Leiter des Stadtarchivs.  Fotos: aeng
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Über den modernen Lesesaal freut sich Karsten Schröder, Leiter des Stadtarchivs. Fotos: aeng

Das Stadtarchiv der Hansestadt Rostock nimmt nach Bau- und Modernisierungsmaßnahmen wieder regulären Betrieb auf #wirkoennenrichtig

svz.de von
04. Januar 2018, 05:00 Uhr

Nach einer sechsmonatigen Schließzeit hat gestern der Lesesaal des Rostocker Stadtarchivs wieder seine Türen für Besucher geöffnet. „Mit der Sanierung wurden sowohl bauliche als auch technische Neuerungen vorgenommen. Wichtig war uns besonders die neue Möblierung, die ein besseres Arbeiten ermöglichen soll“, erklärt Karsten Schröder, Leiter des Stadtarchivs.

Neben Malerarbeiten und der Verlegung eines neuen Fußbodens wurde ein modernes Beleuchtungssystem verbaut. „Die neuen LED-Leuchtstofflampen bieten den Archivnutzern ein geeigneteres Arbeitslicht und die neuen Tische mit größerer Ablagefläche optimieren die Handhabung des Archivmaterials“, so Schröder.

Mit der Sanierung hielt nun auch das digitale Zeitalter Einzug. „Die Archive kommen nicht umhin, sich der Digitalisierung anzuschließen“, so Schröder. Damit die Nutzer künftig auch ihre eigenen Laptops besser im Lesesaal nutzen können, sind alle Tische mit Stromanschlüssen ausgerüstet. Zudem besteht jetzt ein Internetzugang, der es den Besuchern ermöglicht, vor Ort auf die Online-Angebote des Stadtarchivs oder anderer Anbieter zuzugreifen. „Das eröffnet ganz neue Recherchemöglichkeiten und wir möchten unsere digitalen Angebote noch weiter ausbauen“, sagt Schröder. Noch in diesem Jahr soll ein Projekt starten, bei dem Rostocker Adressbücher ab 1949/50 rückwärts bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts digitalisiert werden.

Die Renovierung wurde auch mit Blick auf das diesjährige Stadtjubiläum notwendig. „Im September werden in Rostock das erst Mal in MV der Deutsche Archivtag mit dem Motto ,Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive!’ und eine Archivmesse abgehalten. Das ist etwas sehr Besonderes und wir wollen uns dazu zeitgemäßer präsentieren“, sagt Schröder.

Historiker Joachim Lehmann, Vorsitzender des Vereins für Rostocker Geschichte, ist froh, wieder den Lesesaal für Recherchen nutzen zu können. „Ich befasse mich gerade mit dem Rostocker Stadtrat und Senator Heinrich Altvater, der von 1909 bis zu seinem Tod 1940 in der Stadtverwaltung tätig war“, so Lehmann. Besonders interessiert ist er an Altvaters Rolle als Vorsitzender des Vereins Rostocker Altertümer und des Kunstvereins. „Altvater hat sich sehr um das Kulturleben der 20er- und 30er-Jahre verdient gemacht. Bislang wurde ihm keine richtige Würdigung zuteil. Das möchte ich ändern“, sagt Lehmann.

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