Rostock : Landkreis legt Kita-Planung vor

Um die Anforderungen realistisch einschätzen zu können, hat der Kreis bei den Kinderbetreuungseinrichtungen Bedarf und Angebot abgeglichen.
Um die Anforderungen realistisch einschätzen zu können, hat der Kreis bei den Kinderbetreuungseinrichtungen Bedarf und Angebot abgeglichen.

Untersuchung als Grundlage für Förderentscheidungen. Hoher Bedarf im Amt Warnow-West #wirkoennenrichtig

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01. Dezember 2017, 12:00 Uhr

In Mühl Rosin soll die Kindertagesstätte erweitert werden. Man wartet händeringend auf die Baugenehmigung. In Laage ist die Tagesstätte voll bis an den Rand. Erst im nächsten Sommer können wieder Kinder aufgenommen werden. Dies sind nur zwei Beispiele aus der Region. Doch schreien diese Tatsachen nach Neubau oder Erweiterung oder ebbt die Nachfrage auch wieder ab? Der Landkreis hat sich eingehend mit der Situation der Kinderbetreuung beschäftigt und legt nun einen Kita-Bedarfsplanung vor. Der Kreistag soll sie auf seiner Sitzung am 6. Dezember beschließen.

„Gefühlt fehlen Krippenplätze, aber gefühlt ist nicht richtig. Bei den Kindergartenplätzen ist der Bedarf größer als das Angebot, das aber auch regional unterschiedlich“, fasst Jugendamtsleiterin Petra Russow zusammen. 157 Kindertagesstätten und 112 Tagespflegepersonen mit einer Kapazität von 15 793 Plätzen (Stichtag 1. Oktober 2017) gibt es im Landkreis. Die durchschnittliche Auslastung liegt im Bereich Krippe/Tagespflege bei 86 Prozent, Kindergarten bei 97 Prozent und Hort bei 91 Prozent. Und: Es liegen beim Landkreis 23 Anträge auf eine Förderung zur Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze oder für den Erhalt von Plätzen, die ohne eine Sanierung wegfallen müssten, vor. Russow nennt einen Umfang von fast drei Millionen Euro und rechnet mit weiteren Anträgen.

An der Stelle kommt die Kita-Bedarfsplanung ins Spiel. „Die Vorhaben müssen mit dem Bedarf abgestimmt werden“, betont Anja Kerl, Dezernentin für Finanzen und Soziales. Sie wird zur Arbeitsgrundlage bei der Entscheidung über Investitionsförderungen.

„Wir wollen vermeiden, dass Neu- oder Erweiterungsbauten gefördert werden, die dann wenige Jahre später leer stehen“, erklärt die Dezernentin. Schon jetzt, so fügt Russow hinzu, habe man nicht jede Gemeinde einzeln, sondern Regionen betrachtet. „Da muss man auch über den Tellerrand hinausschauen und sehen, wie kostengünstig Plätze geschaffen werden können“, fährt sie fort.

War zuletzt die Schaffung von Betreuungsplätzen in Krippen gefördert worden, so sieht das neue Bundesprogramm eine Unterstützung von Plätzen für Kinder bis zum Schuleintritt vor. Bedarfe sieht die Jugendamtsleiterin in Güstrow und den Rostocker Umlandgemeinden – besonders im Amt Warnow-West. Förderanträge kämen aber aus allen Teilen des Kreises.

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