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Kultur in Rostock : Kunsthalle entwickelt sich weiter

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schaudepot bis 2018, Sanierung nach 2019 geplant. Gewünschter Uecker-Anbau bekommt Unterstützung der Stadt #wirkoennenrichtig

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erstellt am 29.Jan.2017 | 16:00 Uhr

Der Kunsthalle stehen vielversprechende Jahre bevor: Sie bekommt ein Schaudepot, soll saniert werden und hat sogar noch eine Erweiterung in Aussicht.

Die Abrissarbeiten für das Schaudepot laufen seit einigen Wochen, unter anderem wurde ein Garagenkomplex abgebrochen. Etwas unbequem scheint es dem Leiter Jörg-Uwe Neumann bei laufendem Betrieb zu sein: „Wir werden schauen, was das mit uns macht, die Baucontainer stehen vor dem Haus.“ Aber der Haupteingang sei frei und der Aufwand lohne sich. „Wir freuen uns natürlich darauf, dass die Möglichkeiten das ganze Areal noch weiter verbessern werden“, sagt er.

Entstehen wird ein etwa 27 mal 27 Meter großes Gebäude mit 1100 Quadratmetern Ausstellungs- und Schaudepotfläche auf zwei Etagen. Bislang werden die Kunstschätze der Stadt in diversen Räumen verschlossen gelagert. „Jetzt haben wir endlich Möglichkeiten, die Sammlung des sozialistischen Realismus, natürlich auch der Anrainerstaaten aus dem skandinavischen Raum, zu zeigen und das dauerhaft, sodass sowohl Plastik im Erdgeschoss als auch die großen Grafikbestände, weit über 7000, und auch die Gemälde im Obergeschoss präsentiert werden können – in thematisch wechselnden Ausstellungen“, so Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Gezeigt werden soll auch der Böhmer-Nachlass mit seinen 650 Stücken.

Die symbolische Grundsteinlegung wird am 13. Mai sein, der Bau ist genehmigt und muss bis 2018 fertig werden. „Wir haben den absolut verbindlichen Auftrag des Fördermittelgebers, 2018 das Schaudepot zu eröffnen“, so Selling. Die Stadt finanziert den Bau mit 500 000 Euro, der Bund mit vier Millionen Euro aus dem Nationalen Projekt des Städtebaus. Das Hauptgebäude von 1969 soll nach 2019, nach einer großen Ausstellung mit der Universität in deren Jubiläumsjahr, saniert werden. Räume müssen erneuert, die Akustik verbessert, Fenster und Türen gemäß der erforderlichen Einbruchklasse ersetzt sowie Brandschutz und Barrierefreiheit hergestellt werden. Wegen der Sparvorgabe des Landes war die Sanierung verschoben worden, zwischenzeitig sollte sie von 2015 bis 2018 fertig werden.

„Der Standort wird weiterentwickelt werden“, fasst Selling zusammen und gibt noch einen Ausblick: Es sei „absolut im Interesse der Stadt“, vielleicht noch ein zweites Modul dort zu haben im Umfeld des Schwanenteichs. 14 Werke hatte Günther Uecker nach der erfolgreichen Sommerausstellung als Dauerleihgabe im Haus gelassen. Die Hoffnung des Kunsthallenchefs ist es, sie in einem Neubau auszustellen – mit der Aussicht auf weitere Stücke.

Kunsthalle Rostock, Hamburger Straße 40, 0381/381 70 08

Öffnungszeiten: Di bis So 11 bis 18 Uhr

Ausstellungen: Sybille (zur DDR-Mode-Zeitschrift) bis 17. April, Erzähl mir Märchen (aus der Sammlung) bis 26. Februar, Hermann Glöckner (Grafik) bis 29. Januar



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