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Rostock : Kulturstätte will Grenzen abbauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Peter-Weiss-Haus investiert in Barrierefreiheit. #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Auch ein historisches Gebäude muss sich aktuellen Anforderungen stellen: „Es ist dringend nötig, dass wir die Umbauten für die Barrierefreiheit in Angriff nehmen“, sagt Stefan Nadolny vom Betreiberverein des Peter-Weiss-Hauses.

Zum Haupteingang der beliebten Kulturstätte in der Doberaner Straße führt eine große Treppe. „Aufgrund des Neigungswinkels können wir dort keine Rampe anbringen – deshalb erfolgt der barrierefreie Zugang zu den Veranstaltungsbereichen künftig über den Hostel-Eingang und einen Lift im Schacht des ehemaligen Lastenaufzuges“, sagt der 40-Jährige.

Rund 80 000 Euro sind für die gesamten notwendigen Umbaumaßnahmen – im Inneren und von außen – veranschlagt. Über eine Internet-Spendensammlung sind gerade 5470 Euro zusammengekommen. Die Rostocker Band Dritte Wahl spendete außerdem den Erlös eines ihrer Konzerte in Höhe von 850 Euro. „Das investieren wir in Lifte für die Treppenanlagen“, sagt Nadolny.

Ebenfalls hohe Priorität hätte der Umbau der Männertoiletten, die in einem sehr schlechten Zustand wären. Alle Maßnahmen auf einmal umzusetzen, sei aber nicht drin – „wir müssen immer zuerst die Wirtschaftlichkeit des Hauses sichern“, so Nadolny. Sieben Jahre, nachdem eine Gruppe von Freunden das mehr als 150 Jahre alte ehemalige Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft gekauft, umbenannt und den Peter-Weiss-Haus-Verein gegründet hat, wurden bereits mehr als 900 000 Euro in das denkmalgeschützte Gebäude investiert.

Und auch 2017 wird zu einem der größten Bau-Jahre in der Geschichte der neuen Besitzer. „Unter anderem müssen wir die Hangmauer sichern und wollen das Dachgeschoss ausbauen, um dort Büros für den Verein und zur Vermietung zu haben“, sagt Nadolny. Im Turm, der kurz vor der Fertigstellung steht, wird bald der Verein Soziale Bildung Räume beziehen. „Das ermöglicht auch, dass wir unser Standbein als Bildungsstätte mit mehr Leben erfüllen und die bisherigen Büros als Seminarräume nutzen können“, sagt Nadolny.

Ziel aller Maßnahmen sei es, existierende Barrieren abzubauen, die die Rostocker daran hindern, das Haus mit seinen zahlreichen Angeboten und etwa 600 Veranstaltungen im Jahr zu nutzen.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der NNN.

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