Forschung : Küstenschutz ist das Ziel

Auf dem Aussichtsturm: die Doktranden Lennart Gosch (v. l.), Jana Schreiber und Julia Westphal. Bei ihrem Forschungsprojekt geht es um eine Messkampagne vor dem Naturschutzgebiet Hütelmoor.
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Auf dem Aussichtsturm: die Doktranden Lennart Gosch (v. l.), Jana Schreiber und Julia Westphal. Bei ihrem Forschungsprojekt geht es um eine Messkampagne vor dem Naturschutzgebiet Hütelmoor.

Doktoranden erforschen im Hütelmoor Prozesse zwischen Land und Meer und installieren ein Messgerät #wirkoennenrichtig

svz.de von
12. Februar 2018, 12:00 Uhr

Im Naturschutzgebiet Heiligensee und Hütelmoor betreiben die Universität Rostock und das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) eine umfangreiche Messkampagne. Die Arbeiten werden innerhalb des Graduiertenkollegs Baltic Transcoast realisiert. Das mit einer Million Euro geförderte Projekt ist auf viereinhalb Jahre angelegt, eine Verlängerung ist avisiert. Start war 2016.

Im Zusammenhang mit diesem Projekt ist jetzt auf dem Areal für Messungen eine Porenwasserlanze installiert worden. Ports in unterschiedlichen Tiefen ermöglichen es, Porenwasser aus verschiedenen Schichten zu beproben, erläutern die beteiligten Wissenschaftler. So erklärt Nadja Geißler, dass dadurch die vielfältigen bio-geochemischen Prozesse im Hütelmoor besser charakterisiert werden können. Die Errichtung einer permanenten Lanze biete den Vorteil, dass die Messstelle über den nahegelegenen Weg schneller und leichter zu erreichen ist, um Störungen im Naturschutzgebiet so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist genau festgelegt worden, wie oft die Forscher in das Naturschutzgebiet gehen dürfen.

Bei diesem Graduiertenkolleg werden die wechselseitigen Prozesse am Übergang zwischen Land und Meer erforscht. Hauptziel ist es, die Doktoranden in Dreijahresschritten zu Experten des Küstenraumes auszubilden.

Es gibt innerhalb dieser Forschung 13 laufende Promotionsverfahren aus verschiedenen Fachbereichen, die den gemeinsamen Untersuchungsstandort Heiligensee und Hütelmoor haben. Die Düne hier wird seit einigen Jahren bewusst nicht mehr baulich ertüchtigt und unterliegt damit natürlichen Erosionsprozessen, sodass bei einer Sturmflut mit einem Überspülen des landseitigen Teils des Naturschutzgebietes zu rechnen ist. Die Universität Rostock ist mit den drei Fachbereichen Biologie, Strömungsmechanik und Umweltforschung vertreten. Das IOW beteiligt sich unter anderem mit Biologischer Meereskunde, Mariner Geologie und Meeres-Chemie.

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