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Klinikum Südstadt Rostock : Krankenhaus wechselt Spitze aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Verwaltungsdirektorin Renate Fieber geht in den Ruhestand. Hunderte ehren ihre Leistung. Nachfolger hat große Pläne #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 12.Mär.2017 | 09:00 Uhr

Am Rostocker Klinikum Südstadt ist gestern Verwaltungsdirektorin Renate Fieber verabschiedet worden – von mehreren Hundert Gästen aus der Klinik, der Stadtpolitik und -verwaltung sowie der Landespolitik. Ihre Nachfolge als Klinikleiter tritt der 50-jährige Steffen Vollrath an, der von der Asklepios Klinik Langen zurück in seine Heimatstadt wechselt.

„Es geht eine Ära zu Ende“, sagte Rostocks Verwaltungssenator Chris Müller (SPD), „der Name Renate Fieber ist untrennbar mit dem Klinikum verbunden“. Ihr Wechsel in den Ruhestand sei schon ein Einschnitt, der nachdenklich mache. Sie habe eine gewaltige Lebensleistung vorzuweisen. Am 1. Januar 1975 hatte die studierte Ökonomin am Klinikum begonnen. Am 1. Dezember 1998 wurde sie Verwaltungsdirektorin. „Sie haben das Klinikum durch zwei Gesellschaften begleitet“, sagte der Wirtschaftsminister des Landes Harry Glawe (CDU), viel Mangel miterlebt und dennoch „dafür gesorgt, dass sich das Krankenhaus da befindet, wo es heute ist“. Glawe lobte die engagierte Zusammenarbeit und guten Haushaltsabschlüsse. In die Reihe der Lobpreisenden reihten sich Ärzte, Schwestern, Pfleger und auch ihr langjähriger Stellvertreter Birger Birkholz ein.

„Es sind bewegende Momente für mich. Es sind so viele rührende Worte gefallen“, sagte Renate Fieber selbst. „Und keine Sorge, die Funktion wird kompetent weitergeführt – in unserem Sinne.“ Seit dem 15. Februar führen Steffen Vollrath und Renate Fieber gemeinsam die Geschäfte, eine Übergangszeit, die beiden wichtig ist. „Das Klinikum ist sehr komplex“, sagt Vollrath, „aber auch nach den wenigen Wochen hat sich schon gezeigt, dass es sehr gut und breit aufgestellt ist“. Er wolle primär, die erreichte Qualität fortführen, auf die ständig neuen technischen Anforderungen reagieren und die Bauprojekte und Investitionen voranbringen – wie etwa einen Küchenneubau oder das Mammutprojekt Eltern-Kind-Zentrum.

Auch die Stadt hat Pläne mit dem Klinikum. Das soll künftig 3 bis 4 statt wie bisher 2,5 Prozent Gewinn an die Stadt abführen, so Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Zuletzt belief sich die Abgabe auf 2,5 Millionen Euro. Private Kliniken würden, so Methling, 15 Prozent an deren Gesellschafter zahlen und vom Land in der Förderung besser bedacht. Glawe kritisierte, dass das Klinikum überhaupt Gelder abführen muss. Die Klinik hat 497 Planbetten, 1300 Beschäftigte und rund 76 000 Patienten jährlich.

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