Landkreis Rostock : Konditorei will russischen Markt entern

In der Produktionsstätte der Classic Conditorei Röntgen in Steffenshagenportioniert läuft der Butterstollen zu Weihnachten wie am Fließband. Butterstollen. In dem Familienunternehmen, das bereits in der fünften Generation betrieben wird, läuft die Weihnachtsproduktion derzeit auf Hochtouren.
In der Produktionsstätte der Classic Conditorei Röntgen in Steffenshagenportioniert läuft der Butterstollen zu Weihnachten wie am Fließband. Butterstollen. In dem Familienunternehmen, das bereits in der fünften Generation betrieben wird, läuft die Weihnachtsproduktion derzeit auf Hochtouren.

Ein Familienunternehmen aus Steffenshagen erweitert Produktionsstrecke für 740 000 Euro um Kuchen im Glas, Pralinen und Speiseeis. #wirkoennenrichtig

svz.de von
26. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Die Classic Conditorei GmbH in Steffenshagen expandiert: Das 135 Jahre alte Familienunternehmen investiert 740 000 Euro in Produktionsanlagen, mit denen das Sortiment für den Export erweitert wird. Bisher gehen die Waren unter anderem nach Finnland, künftig soll auch der russische Markt erschlossen werden. Beispielsweise mit Kuchen im Glas, Pralinen und Speiseeis. „Mit der Vergrößerung der Produktion werden 19 Arbeitsplätze gesichert“, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Aktuell produziere das Unternehmen deutsche und französische Konditorei- und Bäckereispezialitäten, betreibe fünf Cafés und beliefere mehr als 80 Hotels, Cafés und Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Berlin. Nun wird die vorhandene Betriebsstätte umgebaut und vergrößert. Dafür werden unter anderem Kühl- und Kälteanlagen, Patisserie- und Schokoladenmaschinen sowie Küchen-, Spül- und Lagertechniken angeschafft. Ziel ist es nach Unternehmensangaben, Arbeitsprozesse effektiver zu gestalten, um Raum für eine Erweiterung des Angebotes zu schaffen.

„Die Veränderungen in der Betriebsstätte erlauben der Classic Conditorei GmbH eine Erweiterung der Produktionsmenge, die Herstellung neuer Produkte und die Anpassung an neue technische Erfordernisse. So ist das Unternehmen gut aufgestellt für die Zukunft“, sagt Glawe. Sein Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in Höhe von rund 170 000 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern nehme die Ernährungsindustrie einen großen wirtschaftlichen Stellenwert ein, so Glawe: „Die Branche ist innerhalb des verarbeitenden Gewerbes gemessen an der Zahl der Beschäftigten und des Umsatzes der größte Industriezweig des Bundeslandes.“

Das spreche für die stetige Entwicklung der Ernährungswirtschaft in den vergangenen Jahren. In den 87 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten waren dem Ministerium zufolge im ersten Halbjahr 2016 im Durchschnitt mehr als 14 400 Personen tätig, die einen Umsatz in Höhe von 2,2 Milliarden Euro erwirtschafteten. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören dabei die Backwarenindustrie, die Fleisch-, Milch- und Fischverarbeitung sowie die Getränkeherstellung.

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