#wirkoennenrichtig lokal : Kneipe mit Wohlfühl-Atmosphäre

Ursprung-Chefin Astrid Hanisch hat einen besonderen beruflichen Weg hinter sich. Als Sachbearbeiterin in der Rostocker Stadtverwaltung tätig, rutschte sie zunächst eher ungewollt in die Gastronomie. Mittlerweile kann sich die Kneiperin aber keinen anderen Beruf mehr für sich vorstellen. Verlassen kann sie sich dabei stets auf ihre Angestellten, wie André Niemann, die für sie wie eine Familie sind.  Fotos: Karsten Seifert
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Ursprung-Chefin Astrid Hanisch hat einen besonderen beruflichen Weg hinter sich. Als Sachbearbeiterin in der Rostocker Stadtverwaltung tätig, rutschte sie zunächst eher ungewollt in die Gastronomie. Mittlerweile kann sich die Kneiperin aber keinen anderen Beruf mehr für sich vorstellen. Verlassen kann sie sich dabei stets auf ihre Angestellten, wie André Niemann, die für sie wie eine Familie sind. Fotos: Karsten Seifert

Auf der Livebühne zeigen engagierte Musiker ihr Können. Das Quiz bietet spannenden Denksport zum Wochenstart.

svz.de von
07. April 2017, 15:00 Uhr

Gedämpftes Licht, ein weitläufiger Kneipenbereich, der mit einem großzügigen Aufgebot an Sitzmöglichkeiten aufwartet und eine dunkle Holzausstattung an den Wänden und Sitzmöglichkeiten sorgen für ein gemütliches Ambiente. Ergänzt wird die Einrichtung durch Damast-Muster, wie man sie sonst nur aus englischen Pubs kennt. Es sind diese Auffälligkeiten, die den deutsch-englischen Charakter der Kneipe versprühen und zum Verweilen einladen. Willkommen ist jeder. Egal ob ein entspanntes Gespräch am markanten Holztresen der Kneipe oder eine ruhige Ecke, die zum Schmökern in einem spannenden Buch einlädt, im Ursprung ist jeder richtig.


Gastronomin auf Umwegen


Für das gute Gefühl der Zufriedenheit sorgt Kneipenchefin Astrid Hanisch mit ihrer herzlichen Art. Seit 2006 führt sie den Ursprung. Ihr beruflicher Werdegang war zunächst ein ganz anderer. Damals noch als Sachbearbeiterin für Haus- und Grundstücksangelegenheiten tätig, wäre ihr nie in den Sinn gekommen, in die Gastronomie zu wechseln und eine Kneipe zu leiten. „Ich bin ein absoluter Quereinsteiger, aufgrund persönlicher Lebensereignisse bin ich quasi in die Gastronomie reingeschubst worden“, erzählt die Kneipenchefin, die ihre aktuelle Tätigkeit heute nicht mehr missen möchte. Die Gestaltung der Damast-Muster, welche die Kneipe zu einem echten Hingucker machen, hat sie ihrem Lebensgefährten zu verdanken, den sie 2007 kennenlernte. Er ist Engländer und brachte die englischen Einflüsse mit in das deutsch-englische Pub. Und diese Mischung kommt bei den Gästen an, welche hauptsächlich aus Bewohnern der umliegenden Gegend besteht. Für sie ist der Ursprung zum zweiten Zuhause geworden. Von Studenten über Handwerker bis zu Rechtsanwälten ist jede Berufsgruppe vertreten. Daher existiert auch keine feste Zielgruppe für die Kneipe. Ein Ziel, welches aber alle Besucher haben, ist sich am reichhaltigen Angebot der Biere, alkoholfreien Getränke und herzhaften Hausmannskost zu verköstigen. Besonders beliebt ist das „Steak au four“, ein Schweinesteak mit Würzfleisch aus eigener Herstellung. „Wir gehören zu den Wenigen, die das noch selbst machen und den Unterschied zum Fertigprodukt schmeckt man einfach. Würzfleisch, egal ob als Vorspeise oder zum Hauptgericht, geht immer gut weg“, sagt Hanisch, die es auch selbst gerne isst. Neben der kulinarischen Auswahl sorgt auch das Kneipenquiz stets für ein volles Haus. Jeden Montag raten die gegründeten Teams um die meisten Punkte. In drei Runden à zehn Fragen werden Kenntnisse aus Allgemeinwissen, aber auch themenspezifische Bereiche wie Musik oder Naturwissenschaften abgefragt. Wie es sich für eine Rostocker Kneipe gehört, folgt immer auch eine Frage über die Hansestadt. Verantwortlicher und kreativer Kopf hinter dem Kneipenquiz ist Olf Kewitsch. Bereits seit acht Jahren entwickelt er die Aufgaben und Lösungen für die Denksportrunden. „Das Quiz ist ein guter Beweis dafür, dass Bier trinken schlau macht “, sagt Kewitsch mit einem verschmitzten Grinsen, während er an seinem Laptop die letzte Runde vorbereitet. Neben Denksport besteht aber auch die Möglichkeit zur körperlichen Betätigung. Der Billardtisch, der unübersehbar im Zentrum der Kneipe steht, lädt zu einer spannenden Partie und einem lockeren Gespräch ein. Beim Steel Darts können die Gäste ihr Können ebenfalls unter Beweis stellen. Typisch englisch werden dort Dartpfeile mit Stahlspitzen auf eine aus Kork bestehende Zielscheibe geworfen.


Konzertbühne im Keller


Wer nicht raten, sondern Livemusik hören will, ist beim Ursprung ebenfalls an der richtigen Adresse. Regelmäßig treten engagierte Bands auf der hauseigenen Bühne auf. Eine Tür, unscheinbar neben dem Tresen führt ins Kellergeschoss, welches selbst ein eigener kleiner Musik-Club sein könnte. Die Deko des Raumes zeigt deutlich, dass sich dort unten alles um die Musik dreht. Musikinstrumente an den Kellerdecken und Schallplatten an den Wänden sorgen für musikalisches Flair.

Der Fokus der Bands – und das lassen die aufgehängten Bilder bekannter Musiker bereits erahnen – liegt auf dem Zeitalter der 80er und 90er. An Wochenenden finden sich dann schon mal mehr als 150 Besucher im Kellergeschoss ein, um die Auftritte der Musiker zu genießen. Bekanntester Gast des Ursprungs ist Charlie Watts, Schlagzeuger der Rolling Stones. „Wir hoffen ja, dass er hier noch mal auftritt, derzeit ist er ja auf Tour mit seiner Band“, sagt Astrid Hanisch. Dauergast und immer gern gesehen ist auch Nicole Horn. Gemeinsam mit ihrem Quiz-Team Reisegruppe Ost nimmt sie seit 2009 regelmäßig am Kneipenquiz teil. „Der Montag ist ja ein unbeliebter Tag, durch das Quiz wird der Start in die Woche versüßt“, sagt die 39-Jährige.

Auch die Kombination aus Kneipe, Restaurant und Livemusik mache für sie den besonderen Reiz aus. „Irgendwen Bekanntes trifft man immer“, erzählt sie, während sie Teamkamerad „Ziemer“ eine herzliche Umarmung gibt.

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