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Warnemünde : Kleingärtner fördern Bienenvölker

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Anlage Am Moor setzt zum Schutz der Insekten auf ein eigenes Imkerzentrum. Ebenfalls neu: Kooperation mit dem Verein Jugend zur See #wirkoennenrichtig

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Für dieses Jahr haben Imker Stefan Bruhn und seine Frau Jenny die Honigernte abgeschlossen. Sie betreiben eine Art Imkerzentrum in der Kleingartenanlage Am Moor. „Wir sind erst jetzt eingezogen“, sagt der 37-jährige Angestellte. 15 Völker betreut er. „Die Bienen finden in der Anlage ein sehr gutes Nahrungsangebot vor“, schwärmt der Hobby-Imker.

Perspektivisch kann sich Bruhn vorstellen, dass in einer kleinen Laube auf der Parzelle eine Art Schauwerkstatt entsteht. Die Kleingartenanlage Am Moor setzt seit Jahren verstärkt darauf, dass sich der Bereich in einen öffentlich zugänglichen Gartenpark verwandelt. Dieses Zentrum ist außerdem ein kleiner Beitrag, um dem Bienensterben entgegenzuwirken. „Man kann etwa 50 Kilo Honig pro Volk erzielen“, weiß Bruhn. Es sei aber wichtig, die Völker auf die gefährlich Varroa-Milbe zu untersuchen. Diese ist zu einem Teil für das Bienensterben verantwortlich.

In der Warnemünder Kleingartenanlage Am Moor war Sonnabend Sommerfest. Bei dieser Gelegenheit stellte Anja Domke vom Fischereikutterverein Jugend zur See ein neues Vorhaben vor. Sie verteilte Visitenkarten mit dem Aufdruck „Erntehelfer gesucht“. Die Kinder des offenen Treffs möchten gern sehen, wo ihr Obst und Gemüse aus der Brotdose herkommt. Es sind Kooperationen mit Kleingärtnern angestrebt. In der Praxis bedeutet das, dass Kinder vom Fischereikutterverein vielleicht bei Senioren oder anderen Laubenpiepern in den Gärten helfen. Zusätzlich zum Wissen über die Natur fördert so ein Projekt auch das Miteinander der Generationen. „Uns lag schon lange daran, so eine Art Schulgartenprojekt in der Anlage aufzubauen“, sagt Vereinsvorsitzender Christian Seifert. Er war gleich dafür, als sich Anja Domke gemeldet hat. Vorstandsmitglied Ondra Kitzerow begibt sich derzeit auf die Suche nach Gartenfreunden, die solcher Kooperation und Idee aufgeschlossen gegenüber stehen. Er hat kürzlich auch Bilder und Texte für den neuen Vogellehrpfad in der Anlage erstellt, damit Besucher beim Flanieren Informationen erhalten.

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