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Winterserenade in Rostock : Klassik im Wohnzimmer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Besucher und Künstler genießen die besondere Atmosphäre der Winterserenade in der Östlichen Altstadt #wirkoennenrichtig

von
erstellt am 09.Jan.2017 | 08:00 Uhr

Ein Abend, fünf Konzerte in Wohnzimmeratmosphäre – dieses Konzept hat die Besucher der Winterserenade am Sonnabend in Scharen in die Östliche Altstadt gelockt. „Im Krahnstöver habe ich gerade noch einen Platz erwischt“, sagt Ralf Ansorge. Sein Zwischenfazit lautet: „Es ist voll, aber schön.“ Vor allem die heimelige Atmosphäre der insgesamt 15 Lokalitäten und die hohe Qualität der Musiker überzeugen Stammgast Andreas Renner, der für die Winterserenade stets aus Büttelkow in Rostocks Altstadt fährt. „Es ist schnuckelig, kein Konzerthaus“, sagt der 55-Jährige, der sich unter anderem den Auftritt des Barock-Ensembles im Ruhepol gönnte. „Die Sängerin hat eine brillante Stimme“, lobt er. „Es ist wie im Restaurant und dann ertönen plötzlich Stimmen.“

Den wohl ungewöhnlichsten Konzertsaal stellte Michael Brose vom Harley-Davidson-Geschäft dem Nonett von der Hochschule für Musik und Theater zur Verfügung. „Es ist so was von genial – die Leute haben alle Gänsehaut“, sagt der Geschäftsführer. „Hier drin herrscht eine irre Akustik.“ Das kommt nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Künstlern gut an. Sie freuen sich über den regen Zulauf zwischen den schweren Maschinen: „Es ist sehr gut besucht“, sagt Vladimír Sedlák. Er spielt am Fagott und erklärt: „Immer lächeln und gut aussehen ist wichtig.“

Besucher Norbert Wieting bescheinigt insbesondere den HMT-Künstlern Klasse: „Die Auftritte sind immer sehr hochwertig.“ Deswegen hatten er und seine Frau Sabine sich auch Karten für die am Abend einmalige Vorführung des Tanzprojekts im Katharinensaal reserviert. In den übrigen Lokalitäten führten Musiker wie Julia Lehne alias Kasjopaja im Kuhtor zwischen 17 und 20 Uhr zu jeder vollen Stunde ein 30-minütiges Programm vor. „Das Rostocker Publikum ist ein Traum – sehr aufmerksam, still und dankbar“, erklärt die Harfenspielerin aus Leipzig, die schon mehrfach bei der Winterserenade aufgetreten ist. „Danach habe ich so viele Mails und positives Feedback bekommen, dass ich immer wieder gerne mitmache“, sagt die 34-Jährige. Krönenden Abschluss des Abends bildete für sie und die zahlreichen Besucher das gemeinsame Konzert der Künstler um 21 Uhr in der Nikolaikirche.

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