Landkreis Rostock : Kita-Neubau in Kritzmow wird jetzt größer

In der Gemeinde Kritzmow herrscht Bedarf bei den Betreuungsplätzen. Mit dem neuen Haus sollen 12 neue Plätze im Krippen- und 30 im Kita-Bereich entstehen.
In der Gemeinde Kritzmow herrscht Bedarf bei den Betreuungsplätzen. Mit dem neuen Haus sollen 12 neue Plätze im Krippen- und 30 im Kita-Bereich entstehen.

Gemeinde schafft zusätzliche 30 Plätze: Mitte 2018 sollen die Arbeiten für 2,6-Millionen-Euro-Projekt beginnen #wirkoennenrichtig

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21. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Dass die lütten Kritzmower schon bald in einen Neubau der Kindertagesstätte Schwalbennest ziehen können, das hat die Gemeinde bereits im März beschlossen. Jetzt wurden die Pläne für den Bau noch einmal konkretisiert. Auf ihrer Sitzung am Dienstagabend votierten die Gemeindevertreter einstimmig für die zweite, größere Variante. Zu den ursprünglich geplanten 66 Krippenplätzen wird jetzt noch einmal Raum geschaffen für 30 Kitaplätze. „Im gesamten Amt Warnow-West fehlen etwa 100 Kita-Plätze. Außerdem haben sich die Fördermöglichkeiten geändert“, erklärte Bürgermeister Leif Kaiser den Grund für die Planungsänderungen.

Mitte nächsten Jahres – wenn das neue Vereinsheim fertiggestellt ist – sollen die Arbeiten für den Neubau beginnen. Denn das Haus soll auf dem Areal des alten Vereinsheims in unmittelbarer Nähe zu Schule, Hort und Kita entstehen und die Sportler zwischenzeitlich nicht ohne Bleibe sein. Geplant ist jetzt ein zweigeschossiger Bau für rund 2,6 Millionen Euro. Im Erdgeschoss des insgesamt rund 1200 Quadratmeter großen Gebäudes sollen die 66 Krippenkinder spielen und Spaß haben können, im Obergeschoss die Kita-Kinder. „Wir bauen so, dass es möglich ist, das erste Obergeschoss komplett auszubauen, wenn die Entwicklung anhält“, erklärt der Bürgermeister. Ursprünglich war nur ein eingeschossiger, etwa 850 Quadratmeter großer Bau für 66 Krippenplätze vorgesehen. Kosten hierfür: knapp zwei Millionen Euro.

Aktuell hat die Krippe eine Betreuungskapazität von 54 Plätzen, 42 offiziell plus 12 mit Ausnahmegenehmigung. Eine Sanierung des Schwalbennestes im Biestower Weg, wie es vom Landkreis Rostock angefragt wurde, lohne sich laut Gutachten nicht, so Kaiser. In diesem Fall wäre eine Übergangslösung in Containern notwendig geworden und die Sanierungskosten wären zu hoch gewesen. „Wenn wir nichts machen, dann sind die 54 Krippenplätze vom Wegfall bedroht“, unterstreicht Kaiser die Notwendigkeit für den Neubau. Und auch Dittmar Brandt, Vorsitzender des Sozialausschusses, betont: „Der Bedarf ist da. Wir müssen nur gucken, dass die Plätze auch langfristig ausgelastet sind.“ Laut Brandt sei es nicht so, dass jeder, der in Kritzmow wohne, auch einen Betreuungsplatz für sein Kind bekomme. Das, so Brandt, sei auch nicht umsetzbar. Für den Neubau will die Gemeinde Fördermittel einwerben. 98 000 Euro waren ihr bereits zugesagt worden – allerdings nur, wenn die Fertigstellung bis Ende 2018 erfolgt. „Das schaffen wir nicht, wenn wir erst Mitte 2018 anfangen“, erklärt Kaiser. Stattdessen habe das Jugendamt jetzt eine Förderung wegen Schaffung von Kita-Plätzen in Aussicht gestellt. 2019 soll der Neubau fertig sein.

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