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GRAAL–MÜRITZ : Kids basteln mit Meeresschätzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

TuK Graal-Müritz lädt Kurgäste ein, um mit Rostocker Künstlerin maritimes Kunstwerk zu erschaffen. Fertiges Bild ist für Heidesanatorium bestimmt. #wirkoennenrichtig

Grün-weiß und kugelrund ist der Fisch, der auf dem Bild zu sehen ist, an dem zehn Urlaubskinder des Graal-Müritzer Heidesanatoriums zusammen mit der Rostocker Künstlerin Regine Meyer-Klüßendorf arbeiten. Die Tourismus- und Kur GmbH (TuK) hatte die 6- bis 13-Jährigen gestern zu einem kreativen Vormittag in das Haus des Gastes eingeladen. Entstanden ist der Fisch aus echten Schätzen, die die Ostsee an den Strand gespült hat: sogenanntes Meeresglas sowie Sand. „Diese Aktion findet jetzt zum ersten Mal statt“, erklärt Doris Rosengarten vom TuK-Veranstaltungsbereich. „Bisher hatten wir nur wenig Angebote für die Kinder der Kurklinik und weil ganz viele Urlauber die bunten Glasscherben hier in der TuK abgegeben haben, die sie am Strand fanden, haben wir beim Heidesanatorium angefragt, ob sie nicht Lust hätten, etwas daraus zu machen. Und mit Regine Meyer-Klüßendorf hatten wir den Kontakt zu einer Künstlerin, die schon lange mit Naturmaterialien arbeitet“, erklärt Rosengarten.


Kleines Kunstwerk aus Strandgut


Bevor Julian, Fritzi, Leonie, Amelie, Noah, Sarah, Samira, Nele, Nora und Levin jedoch mit dem Aufkleben der vom Meer abgeschliffenen Scherben beginnen können, heißt es erst einmal, sie nach Farben zu sortieren. Dann geht es los. „Das ist toll“, sagt der sechsjährige Julian, der zum ersten Mal mit Meeresglas bastelt.

Außerdem erfahren die Kinder, die zusammen mit ihren Eltern aus ganz Deutschland zur Kur ins Ostseeheilbad gekommen sind, von der Künstlerin, wie Meeresglas überhaupt entsteht und wo es den wahrscheinlich feinsten Ostseesand gibt – nämlich auf der dänischen Insel Bornholm. „Der Sand ist so fein, der wird sogar für Sanduhren verwendet“, sagt Meyer-Klüßendorf.

„Wir im Heidesanatorium basteln auch viel mit Ostseeschätzen wie Steinen oder Muscheln, aber diese Veranstaltung ist noch einmal etwas Besonderes für die Kinder“, weiß Anne Zorn, Bereichsleiterin pädagogische Kindertherapie im ASB-Therapiezentrum. Denn das Bild, das die Urlaubskinder zusammen mit der Rostocker Künstlerin gebastelt haben, wird ab morgen einen Ehrenplatz im Heidesanatorium bekommen. „Der Kleber muss jetzt noch trocknen, damit die Scherben und der Sand halten“, erklärt Regine Meyer-Klüßendorf, die seit einigen Jahren ausschließlich mit Strandgut arbeitet.

„Das wird das schönste Bild der Welt“, findet Fritzi, die schon seit zwei Wochen mit ihren Papa im Ostseeheilbad ist. „In der Zeit war ich auch schon baden, wir sind viel spazieren gegangen und waren oft auf dem Spielplatz. Außerdem habe ich auch schon Einhörner gemacht“, zählt die Siebenjährige auf. Zum Abschluss muss noch ein passender Name für den Fisch gesucht werden, der vielleicht den Graalimor darstellt, den Zauberfisch, der vor der Küste von Graal-Müritz schwimmt und Zauberschuppen hat – Zauberschuppen aus Meeresglas nämlich, wie es in einer Geschichte um den Seeglasfisch heißt.

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